Pause am Lake Ainslie

Auf dem Weg zum Cape Breton Highlands National Park kommen wir am südlichen Teil des Bras d`O Lake vorbei. Vorbei ist vielleicht bei einem 1.100 km2 großen weitverzweigten Salzwassersee das falsche Wort. Unser Freier Stellplatz an der Clarke Cove war mit dieser Aussicht top. West Bay vom Bras d Or Lake     Beim Aufziehen des Heckrollos am Morgen flog 4 Meter neben dem Wohnmobil ein Weißkopfseeadler auf. Die Feder, die er vor Schreck verloren hat, schmückt jetzt unsere Sonnenblende :-). Das schöne Wetter am nächsten Tag veranlaßt uns am Lake Ainslie eine Pause einzulegen. Ingeburg entdeckt wieder Weißkopfseeadler.Lake  Ainslie Leider gibt es hier auch einige nervige „black flies“. Da hilft nur das gute heimische Antimückenmittel oder ein besonderer Leseplatz im See.Mückensicherer Platz Abends ist dann Surf `N` Turf vom Grill angesagt (siehe Rezepte) und natürlich ein Feuerchen. Übrigens als preiswerten Feuerkorb verwendet man hier Autostahlfelgen oder ausgediente Trommeln von Waschmaschinen oder beides.Feuerkorb

Marine Drive

Von Halifax entlang der Ostküste ist der sogenannte „Marine Drive“ die landschaftlich reizvollere Alternative zum Trans-Canada Highway Richtung Cape Breton. Bei Tangier kann man sich im Räucherhaus von J.Willy Krauch  & Sons (dänischer Einwanderer) erst einmal mit geräuchertem Lachs eindecken. Selbst die Queen of England ließ sich von dort schon Smoked Salmon in den Buckingham Palace schicken. Was für die Queen …….. :-). Wir sind dann in die Spray Bay zu einem interessanten Meerespark abgebogen. Dort am Taylor Head kann man eine über 4stündige anstrengende, aber auch schöne 🙂 Wanderung von der seichten Sandbucht bis zur zerklüfteten, windgepeitschten Felsenküste machen.      Taylors head trail                        Einen schönen Campingplatz haben wir in der Nähe des Museumdorfes von Sherbrooke Village gefunden, direkt am St.Mary`s River.P1030966

Lighthouse Route

Von Liverpool! in Richtung Halifax immer an der Küste entlang. Wunderschöne Buchten, dutzende von Inselchen und kleine, ursprüngliche  Fischerdörfchen. Erinnert von der Landschaft her ein bißchen an die Schärenküste von Schweden. Leider ist das Wetter im Moment nicht so toll.LaHave Island LeHave Islands. Sicherlich eine der attraktivsten Städte in Nova Scotia ist Lunenburg. Thema hier ist Fischfang und  Bootsbau. Die Altstadt ist zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt! ;damit ist sie eine von nur zwei Städten Nordamerikas. (die andere ist Quebec). Trotz des Wetters geht es hier bunt zu :-).Lunenburg Und viel Liebe zum Detail. An jedem Straßenmast eine Fisch – oder Krustentiergattung, sehr schön um die englische Bezeichnung zu lernen.Deko für Straßenmasten   Ein Muß auf dieser Küstenstrecke ist natürlich Peggy`s Cove, der angeblich meistfotografierte Ort in den Atlantikprovinzen.Peggy`s Cove Der fotogene Leuchturm auf den verwitterten Granitfelsen. Hier mit Möwe, die wollte unbedingt mit auf das Foto :-).Der Leuchtturm Schade, dass das Wetter nicht so mitspielt. So geht es heute zurück nach Halifax – die Südrunde ist beendet. Dort ist „bunkern“ angesagt und dann ab in Richtung Norden – dort soll die Sonne scheinen :-).

Kejimkujik National Park

liegt im Herzen von Nova Scotia und wird gesprochen “ Kedschi-mmh-kuhdschik“ oder einfach Kedschi. 380 km2 großer Park mit inselreichen Seen und etwas für Wildtierfans.Ketschi National Park Hier muss man eine Kanutour machen. Wir entschieden uns für den Mersey River, flußaufwärts ! Stille und Ruhe, Wasserschildköten! und eine entspannte Partnerin.Kanutour Mersey River Bis die Stromschnellen kamen !!! Wir haben die Erste noch mit viel Kraftaufwand und Schreierei genommen. Mußten dann aber, da nicht nur das Boot, sondern auch die Stimmung zu kippen drohte, aufgeben. Alle Pärchen, die schon gemeinsam gepaddelt sind( mit Stechpaddel!), wissen wovon ich rede. Aber Spaß macht`s ja doch :-). Und Abends beim Lagerfeuer lacht man darüber.erstes Lagerfeuer

Digby Neck

Das ist eine fast 80 km lange Halbinsel, die wie eine Antenne in die Bay of Fundy hineinragt. Vor der Spitze liegen zwei kleine Inseln, die man mit einer Fähre erreichen kann.  Abseits der Touristenroute ist hier alles noch sehr ursprünglich und das Leben geht hier einen gemächlichen Gang. Die Küsten sind zum Teil felsig, wie hier der „Balancing Rock“ – den es irgendwann als Sehenswürdigkeit nicht mehr geben wird.Balanced Rock Es gibt aber auch die malerischen Buchten, wie hier Sandy Cove.Sandy Cove            Wild stehen kann man an den einsamen Leuchtürmen, umgeben von unzähligen Seevögeln.West Lighthouse Brier IslandHier der West-Lighthouse auf der Brier Island. (Fast so schön, wie der von Pilsum :-).) Whalewatching wird hier ganz groß geschrieben; leider kommen die Wale erst in 4 – 6 Wochen.Whalewatching  Wir machen viele Wanderungen an der Küste entlang, Abends ein bißchen grillen 🙂 oder neue Dinge ausprobieren. Beispielsweise „fiddlersheads“ (Geigenköpfe), das sind frische, noch zusammengerollte Farnköpfe. In Olivenöl mit Pfeffer und Salz schmecken sie wie eine Mischung aus grünem Spargel und Broccoli.        Fiddlers Head                       Der Tag verabschiedet sich dann so ! Abend am West Lighthouse Brier Island

Digby Pines Golfresort

Eigentlich wollten wir einen Ruhetag einlegen. Da der Golfplatz von Digby in der Nähe des Campingplatzes ist, wollten wir für den nächsten Tag mal eben die Lage sondieren. Also um die Ecke den steilen Berg rauf zum Golfresort. Da das Wetter traumhaft war und zum Saisonbeginn die Platzgebühr für 18 Loch nur € 22,– pro Person war, beschlossen wir doch die Gelegenheit zu nutzen. Also Berg wieder hinunter um die Ecke zum Wohmobil. Die Golfwagen beladen, Snack, Wasser, Sonnenbrille, Windjacke usw., jetzt mit Trolly um die Ecke wieder den steilen Berg rauf. Kurz vor der Schnappatmung zur Anmeldung, das Golfshirt rutschte schon nicht mehr auf der Haut. Entspannung war dann auf dem Platz angesagt und der war traumhaft.Golfplatz Digby      Golfen im Park ! Mit abwechslungsreichen Löchern, wie hier Flüßchen mit Tide überspielen – kostete uns zwei Bälle 🙂 .         Loch 2 Unser erster Tag auf einem kanadischen Golfplatz war wirklich super, alles sehr locker, keine Handicap- oder Ausweisabfrage. Hier fahren die Rentner mit dem Elektrogolfwagen dem Ball hinterher und halten genau daneben; Hauptsache kurze Wege :-). (alles weitere siehe Golfplätze)

Digby

Hier liegt die größte Jakobsmuschel-Fangflotte der Welt. Im Gegensatz zu anderen Muscheln graben sich Jakobsmuscheln nicht im Sand ein, sondern schwimmen auf dem Grund durch schnelles Öffnen und Schließen ihrer Schalen. Durch den starken Gezeitenschub hat das Wasser besonders viele Nährstoffe und ist somit ideal für diese Muscheln. Jakobsmuschelflotte von Digby  .Digby-Küche Alles dreht sich hier um Seafood. Und wenn nicht mehr eßbar, dann müssen Sie als „Monster der Tiefe“ herhalten :-).Monster of the DeepMonsterhummer Interessant ist die Bestimmung des Alters eines Hummers!  Etwa 30 km vor Digby an der Parker`s Cove gibt es die Nautical Seafood Ltd.. Hier bekommt man für kleines Geld die frischesten Jakobsmuscheln und Hummer. Der Owner/Manager Shawn Everett hat uns mit Freude sein „Lager“ gezeigt. Er hatte gerade 10.000 ! ausgelöste Jakobsmuscheln auf Eis für den LKW-Transport nach Bosten bereitgestellt. Auch seine Hummerbecken waren beeindruckend.Hummerlager In jedem Korb sind etwa 8-12 Hummer, die bei 3 Grad Wassertemperatur und viel Sauerstoff bis zu 6 Monate darin „leben“ können. Sie sind in den Körben nach Größen sortiert; hier die großen Prachtexemplare von 3,5 – 4 kg das Stück.Digby Hummer Hier stößt man mit dem Küchenequipment an seine Grenzen. Wir haben uns daher für die 2 x 1,2 kg Varianten entschieden. Wie man sieht reicht die Womospüle nur für einen Hummer.Hummer in Spüle Alles weitere findet Ihr unter Rezepte „Hummer vom Grill“.  – Ein paar kritische Töne seien an dieser Stelle erlaubt. Es ist sicherlich ein schmaler Grat zwischen äußerst fragwürdigen Fangmethoden (Schleppkörbe), Zwischenlagerung (Tierquälerei) auf der einen Seite und der Begeisterung von Hobbyköchen und Feinschmeckern über frischeste Seafoodköstlichkeiten auf der anderen Seite. Letztendlich muss dies jeder mit seinem Gewissen vereinbaren. Die Leute leben hier davon und kritische Fragen zu Fangmethoden, Bestandsschutz, Kochtopf o. Messer kann man nicht jedem stellen. Wir sind uns dieser Problematik durchaus bewußt. Keine Sorge, wir werden hier nicht verrohen, sondern bleiben die Alten :-).

 

Annapolis Royal

Hier gibt es noch eines der wenigen Gezeitenkraftwerke der Erde. Wenn nicht hier , wo dann? Wir kennen in Europa nur das bei Sant Malo in der Bretagne mit der höchsten Tide in Europa. Wie überall hier zu finden eine Festung aus den Kriegszeiten zwischen Engländern und Franzosen im 18 Jh. So, genug an Geschichte.Annapolis Royal Auf dem Campingplatz an der Parkers Cove erwartet uns nach leckeren frischen Jakobsmuscheln noch ein traumhafter Sonnenuntergang über der Bay of Fundy. Wir wollten erst nur ein Bild reinsetzen, aber dann veränderten sich laufend die Farben und so müßt Ihr nunSonnenuntergang1 drei Bilder über Euch ergehen lassen.Sonnenuntergang2Sonnenuntergang3 Fotografische Meisterleistungen, oder?

Cape Split

Erst einmal allen vielen Dank für die lieben Reisewünsche. Wir geben unser Bestes. So langsam kommen wir an. Eine 16 km lange Wanderung zum Cape Split zwischen Scots Bay und Minas Basin hilft dabei sehr. Der Frühling hält auch hier erst Einzug.Cape Split 2 Hier lächelt Ingeburg noch, sie hatte das Warnschild zum Verhalten bei Begegnungen mit Kojoten nicht gesehen :-). Kojotenwarnung                    Das Kap selber zeigt die gewaltige Strömung der Tide. Gefälle im Meer, paddeln ist hier echt nicht angesagt.Cape Split Im Bild leider nur schwer festzuhalten. Eher dann die leergelaufenen Flußarme oder Priele einige Kilometer im Inland.Fluß oder Priel

Erstkontakt

hatten wir mit dem “ homarus americanus“, zu gut deutsch dem amerikanischen Hummer! Fertig gekocht haben wir die drei Prachtexemplare (je ca. 600gr.) für ca. € 20,– im Superstore erstanden.     first lobster                 Von wegen teurer Wein; man muss ihn nur selber abfüllen und „bekorken“, dann kostet die Flasche auch nur € 5,–. Diese Aktion mit der Probe davor macht außerdem noch Spaß.Weinbekorkung   So gestärkt, verlassen wir die Gegend von Halifax in Richtung Bay of Fundy. Unser Ziel ist das „Cape Split“  mit dem höchsten Tidenhub der Welt, nämlich bis zu 17 Meter!