Immer noch Lake Superior

Aus dem Pukaskwa National Park haben uns die Stechmücken vertrieben. Diese aggresiven Tierchen schaffen es zum Teil sogar durch das Fliegen-/Mückengitter und sorgen für eine unruhige Nacht. Die Lust auf wandern oder Lagerfeuer hält sich dann leider auch in Grenzen. So sind wir direkt weiter zum Sleeping Giant Provincial Park. Hier haben wir eine „nette“ Wanderung zum „schlafenden Riesen“ gemacht – nur ! 20 km in 6,5 Stunden mit einer Schrottwanderkarte.Lehtinen`s Bay „Wo sind wir jetzt?“                                   Wir haben zugegebenermaßen die Strecke unterschätzt, ein Drittel war echt Urwald mit glitschigen Felsen (übler Sturz inclusive) und kaum zu erkennenden Pfaden.                   Der Blick fürs „Schöne“ geht auch bald verloren und man läuft nur noch auf ankommen.Sleeping Giant Eine Erfahrung mehr!

An den Ufern des Lake Superiors

Vom Provincial Park in Richtung Norden nach Wawa kommt man an den Agawa Rock Indian Pictographs vorbei. Indianische Felsmalereien über der Brandung des Lakes.indianische Felsmalereien Am Sand River, 7 km nördlich vom Agawa Rock, darf man den Pinguisibi Trail (3km) flussaufwärts nicht auslassen.Sand River Der Abschnitt bis zu den Stromschnellen ist der schönste und die qualmenden Füsse kann man schön abkühlen.heiße Füsse  In Wawa (so heißt die Kanadagans in der Ojibwe-Sprache) machen im Frühjahr/Herbst tausende von Zugvögeln auf ihrem alljählichen Flug in den Norden/Süden am Wawa Lake Zwischenstation. Diesmal waren nur wir dort und im General Store von Youngs haben wir alles bekommen.General Store Die Feuerwehr ist hier auch auf dem neuesten Stand der Technik :-).Feuerwehr

Lake Superior

Mit ca. 82.000 km2 Fläche ist der Lake Superior der größte Süßwassersee der Welt (1/4  von Deutschland!).  Er ist zum Teil 480 Meter tief und somit recht „frisch“ zum baden. Nach einem Gewitter konnte man in der Süßwasserbrandung (1-2 Meter) herumtoben, wann hat man das schon. An dieser Stelle möchte ich mich für die Geburtstagswünsche, die per SMS, Mail oder über diesen Blog gekommen sind, recht herzlich bedanken. Und diejenigen, die es vergessen haben – ok, ich verzeihe Euch. Dann aber nächstes Jahr :-).Danke für die Glückwünsche   Im Lake Superior Provincial Park hatten wir einen traumhaften Platz direkt am Strand. Drei Tage relaxen war angesagt.Warten auf den Sonnenuntergang Warten auf den Sonnenuntergang!             Um 22.30 Uhr habe ich noch dieses Bild aus dem Bett im Alkoven geschossen.22.30Uhr Lake Superior Schon fast kitschig!

Georgien Bay Teil 2

Auf dem Weg zum Killarney Provincial Park begegnet dem Autofahrer folgendes Schild, welches sofort ein Gespräch mit der Partnerin nach sich zieht.Schlangenschutz “ Gibt es hier Schlangen ?“ Antwort: „Ja.“ „Auch Giftige?“  „Ich glaube ja – Klapperschlangen!“ – Pause – „So weit oben im Norden?“ „Habe ich auch nicht gewußt.“ – Pause – „Dann ziehe ich aber feste Schuhe an?“ – Ende des Gespäches :-). Abends war es auf blankem Felsen (Schlangen sieht man rechtzeitig!) dann aber auch richtig schön.    Abendidylle

Georgian Bay

Nach dem Rummel bei den Niagara Fällen sind wir zum relaxen an der Georgian Bay angekommen. Im Killbear Provincial Park läßt sich bei angenehmen Wassertemperaturen die derzeitige Hitzewelle gut ertragen.Killbear Prov.Park(siehe Karte – Ontario – Great Lakes)

Niagara Fälle

Jährlich besuchen 14 (!) Mio. Touristen dieses Naturschauspiel und sein auf beiden Ufern überbordendes Kommerz-Angebot. Die kanadischen Horseshoe Falls sind nur                  57m hoch und 670 breit           Niagara Falls komplett Niagara Falls   und auch die American Falls American Falls  sind von den Abmessungen her keine Superlative. Die Attraktion verdanken die Fälle – trotz der Entnahmen durch Kraftwerke – den enormen Wassermassen ( 2800 cbm pro Sekunde). Die Erosion, d.h. der Abrieb des Felsens an der Abbruchkante hat sich somit auf 1 cm pro Jahr reduziert ( vor der Einflußnahme des Menschens waren es 1 Meter pro Jahr). Abrieb des Felsens an der Abbruchkante                                                              Man kann hier das komplette „Adventure Paket“ buchen – Ausflug hinter die Wasserfälle Journey Behind the Falls      oder mit dem Boot direkt davor. Immer eine nasse Angelegenheit :-).Maid of the Mist Abends werden die Wasserfälle beleuchet und es gibt darüberhinaus noch ein Feuerwerk.Wasserfälle bei Nacht plus Feuerwerk                 Verzichtet haben wir auf den Whirlpool-Jet, Seilbahnen, Hubschrauberflug und Angebote für Hochzeitsreisende, denn das haben wir erfolgreich hinter uns :-).  Niagara Fälle

 

Am Ontario Lake

Von Kingston auf dem Highway 33 in Richtung Toronto gibt es auch einen Vinery Trail. Kanadische Weine vom Feinsten, die einen Vergleich mit unseren Weinen nicht scheuen müssen. Die amüsante Weinprobe endete dann mit der Frage: “ Do you accept VISA ? “ .Vinery Sandbanks In Cobourg gibt es einen schönen Campingplatz am Strand des Ontario Lake. Mit 18 Grad recht frisch, aber zum abkühlen ideal. Bei unserer Ankunft war der Strand auch recht leer ….,Beach am Victoria Park    aber am nächsten Tag waren die Beachvolleyball-Meisterschaften von Ontario angesagt.Beachvoll  Der See blieb trotzdem kalt :-).

1000 Islands Parkway

Vorbei an Montreal geht es weiter Richtung Toronto. Fast schon ein Muß ist die Straße 2 neben dem Freeway 401. Ab Brockville führt der 1000 Islands Parkway entlang des St.-Lawrence-River nach Gananque. In Wahrheit sind es über 2000 Inseln und Sandbänke, die zum Teil in einer unübersichtlichen Grenzsituation mit den USA zum unkontrollierten Niemandsland zählen. Romantische, wie luxuriöse Anwesen von beneidenswerten Inseleignern machen die Fahrt zu einem Erlebnis.Kleine Insel Kleines Haus auf kleiner Insel!Große InselGroßes Haus auf größerer Insel!          Die Uferstraße endet im schönen Kingston. Hier hat Paul Anka studiert und seinen ersten Hit „Diana“ komponiert und wer ist hier geboren und aufgewachsen?                         Richtig: Popstar Bryan Adams!      Kingston           Tolle Pubs und Privatbrauerein laden zum abendlichen Bummel ein; leider gibt Bryan heute keine Session :-(.

Quebec City

Tolle Stadt mit vollständig erhaltener Altstadt aus dem 17./18. Jahrhundert. In Quebec wird nicht nur „auf französisch gemacht“, dort ist Frankreich: in den Kneipen und Restaurants, in der Boulangerie um die Ecke. Die 500.000 Einwohner-Stadt hat für uns eine ähnliche Atmosphäre wie Stockholm. Das Leben pulsiert hier in der Unterstadt (Basseville),Basseville genauso wie in der Oberstadt (Hautville).Hautville Es gibt Prachtbauten, wie das Hotel Chateau Frontenac.Hier stiegen schon illustre Gäste, wie die Queen, General de Gaulle, Helmut Kohl, Grace Kelly und Frank Sinatra ab; und Churchill hat hier mit Roosevelt die Invasion in der Normandie vorbereitet. Hotel Chateau Frontenac     Es gibt aber auch bauliche „Highlights“, wo man sich fragt: „Wer genehmigt so etwas?“Haus auf Haus Häuschen auf altem Haus, oder wie? Viele Straßenkünstler beleben die Stadt und man sitzt bis spät Abends draußen in den gemütlichen Kneipen beim Vino. Das Womo steht ja um die Ecke sicher im Jachthafen.Chateau Frontenac AbendsQuebec bei NachtAbendliche Lichtspiele!

Tadoussac

Knuffiger kleiner Ort direkt am St.-Lorenz-Strom und an der Mündung des fjordartigen Saguenay River gelegen. Tolle Aussicht vom Tadoussac Campground.Tadoussac Auf dem Weg Richtung Quebec City lohnt sich ein Stopp im malerischen Baie St. Paul. Viele Galerien und lecker Eis :-). Die Uferstraße 138 Richtung Quebec zählt zu den schönsten Strecken am St.-Lorenz-Strom. Nächster Halt: die Montmorency Falls – 83 Meter hoch!Wasserfall Montmorency Ein leichter Nachmittagsspaziergang und schon ist man oben auf der Hängebrücke :-).Weg nach oben 487 Stufen!