Route 66

Durch die unendlichen Halbwüsten von Nevada fahren wir über Benton (Sandsturm !), Tonopah ( letzte Tankstelle auf 150 km), Beatty (New Campground), direkt über den Strip von Las Vegas mit dem Wohnmobil nach Boulder City. Von hier nach Kingman und dann direkt auf die Route 66 – “ the Mother Road“, die einst von Chicago bis Los Angeles führte.Gute alte Zeiten!                                                                Im Stile der 1950er Jahre versucht man den „Spirit“ der damaligen Zeit zu erhalten.Kult - Easy Rider  Besonders die Harley-Fahrer genießen den Kult ala Easy Rider und donnern mit Kopftüchern durch längst vergangene Zeiten.wie cool! Bei mir sieht es weniger cool aus :-). Fotogen sind die verfallenen „Orte“ allemal, sind sie doch Zeugen „aus besseren Zeiten“.Route 66 ImpressionenTankstelle in Hackberry                                                                    Die Tankstelle in Hackberry hatte doch tatsächlich keinen  Diesel!                                  Dafür aber eine Werkstatt unseres VertrauensWerkstatt meines Vertrauens                                                                mit einer sehr netten Werkstattmeisterin :-).   Werkstattservice ist alles                            Im Laden ging es sozusagen „abwechslungsreich“ zuStore in Hackberry und man sah alles sehr entspannt.Immer die Ruhe bewahren Die hiesige Polizei stand auch nur herumSeligman Police und es galt unser Motto :Genauso sehen wir es auch!Yes we can!                                                        Klingt wie: „Yes we can“, kommt einem irgendwie bekannt vor, oder?  Unser „kleiner“ Nachbar auf dem Campground in Williams am 25.April 2014 um 12.00 Uhr bei 25 Grad!kleiner Nachbar                         26.April 2014 in Williiams,AZ 20 Stunden später Temperatursturz auf 0 Grad! mit viel Wind. Wir wollten eh mal wieder einen Lesetag einschieben und unsere vielen Eindrücke verarbeiten.

Die „Lake – Runde“

Da der Tioga-Pass (3000m) wegen Schnee leider gesperrt war, mussten wir vom Yosemite NP über den Norden die Sierra Nevada überfahren. Auch schön!                     Über den Hwy 49 durch das kalifornische Goldrauschgebiet von 1848-50 reisen wir durch die ehemaligen Goldminenstädtchen Sonora, Columbia, Murphys – besteht jetzt fast nur aus Weinprobierstuben und Giftshops  –     Murphys Placerville und Placerville mit Postkutschen-Aktion.  Unser Ziel aber ist der dritttiefste See von Nordamerika – der Lake Tahoe (520 km2).Lake Tahoe Er liegt auf etwa 2000 Meter Höhe, ist bis zu 500 Meter tief! und wird von 63 Flüssen gespeist. Das kristallklare Wasser erreicht niemals den Ozean und ist im Sommer an der Oberfläche 19 Grad warm, im Tiefen nur noch 4 Grad. Die Strömungen sorgen dafür dass er niemals zufriert.                            Leider war der Campingplatz an der malerischen Emerald Bay noch geschlossen.Emerald Bay                                                              Danach überqueren wir die Sierra Nevada und fahren direkt zum größten Kratersee der Welt – dem Mono Lake (150 km2). Von 1941 – 2002 hat Los Angeles seine unterirdischen Süßwasserzuflüsse angezapft und den Pegel des Sees um 15 m fallen lassen. Gegen die Zerstörung des Ökosystem kämpften Umweltschützer mit Erfolg. Heute liegt der Pegel des blaugrünen Wassers schon mal 3 m über dem von 1982. Auffallend sind die skulpturengleichen Kalziumkarbonatformationen (Tuffstein), die durch Ablagerungen der hochdrängenden Quellflüsse entstanden sind.Mono Lake Sie wuchsen im Laufe der Jahrtausende aus dem Wasser bzw. wurden durch Reduzierung des Wasserstandes freigelegt.Blick durch den Tuffstein Tuffsteinimpressionen.Fischadler                                                   Fischadler können hier sicher nisten. Den Fisch holen sie sich übrigens aus benachbarten Seen und Flüssen, da der Mono Lake aufgrund des hohen Salzgehaltes (2,5 mal soviel wie der Ozean) keine Fische enthält.                                                                                  Den Abend verbringen wir auf einem herrlich einsamen Campground im                             Inyo National Forest.    Lower Lee Vining Campground                          Wir sammeln Holz für das Lagerfeuer und grillen am rauschenden BachGrillen am rauschenden Bach                                                               und haben am nächsten Morgen ein kaltes Erwachen.kühles Erwachen Jetzt aber ab in den wärmeren Süden!

Yosemite National Park

Bilderbuchtal Yosemite (sprich Jo-se-mi-ti), ein 3000 m2 großer Landschaftspark.Yosemite Valley Attraktiv und populär für den Großraum San Francisco und Los Angeles und deshalb schnell ausgebucht bzw. überfüllt. Selbst Mitte April mußten wir uns auf eine Warteliste setzen lassen. Ok, Ostern und gutes Wetter. Um 15.00 Uhr war dann Platzzuteilung und wir hatten zweimal Glück! Half Dome  Rechts der „Half Dome “   Upper and Lower Yosemite FallsUpper and Lower Yosemite Falls“            Besonders eindrucksvoll ist das Granitmassiv „El Capitan“ – Traum aller Kletterfreaks.El Capitan Da hängt Einer!Kletterfreaks Normalerweise braucht man für die Felswand  2-3 Tage mit Übernachtung an der Wand. (Schönen dicken Dank!) Speedclimber ala „Huber-Brothers“ brauchen dafür 6-7 Stunden. Mit Fernglas konnte man die verschiedenen Seilschaften beobachten. Wahnsinn!                                                        Wir entschieden uns lieber für einen gemütlichen Trail zum Mirror Lake.Mirror Lake  Nicht mal hier sind wir rübergekommen!

Sequoia- und Kings Canyon Nat. Park

Nach den National Parks mit Wüste und Steinen kommt eine Unterbrechung mit Wasser und Bäumen genau richtig. Von der Westküste schrauben wir uns auf einer Serpentinenstrecke auf über 2000 Meter. (Sie wird für Wohnmobile über 22 Fuß nicht empfohlen, die persönliche Risikoneigung soll aber entscheiden. Wir fahren mit 26 Fuß und haben keine Probleme.)                        Generals HighwaySequoia National Park                                                            Oben angekommen empfangen uns die ersten Sequoia-Riesen, die “ Four Guardsmen“.Four Guardsmen Eine vierstündige Wanderung führt uns auf den Moro Rock mit grandioser Aussicht auf die Westseite der Sierra Nevada.Moro Rock (2050m)                                                              Den „Hanging Rock“ konnte ich auch nicht wegräumen, trotz größter Anstrengung :-).Hanging Rock Eine herrliche Höhenstraße führt zu dem gewaltigsten Mammutbaum – dem “ General Shermann Tree“.  (unterer Teil mit uns)General Shermanobere Teil Sherman Tree (oberer Teil ohne uns)                    Die Daten sprechen für sich selbst: 12 m Bodendurchmesser, ca. 2.200 Jahre alt……Baumdaten Sein jährliches, zusätzliches Wachstum entspricht der Holzmenge eines „normalen“ Baumes von 20 m Höhe! Sie sind resistent gegen Schäden durch Feuer und Insekten, da in der Rinde und im Holz Chemikalien sind. Todesursache ist in der Regel das Umkippen. Das flache Wurzelsystem kann Ihn bei Sturm oder feuchtem Boden nicht mehr halten. Er produziert jährlich bis zu 2000 Zapfen mit 500.000 Samen, die 20 Jahre am Baum hängen können. Der Schlüssel der Verbreitung ist, neben den Eichhörnchen, Feuer! Die Hitze öffnet die Zapfen und die Samen fallen auf den Waldboden. Feuer verbrennt die anderen Pflanzen und läßt somit Sonne herein. Die Asche dient als Dünger. Wunder der Natur!                                     Liegen Bäume quer, dann macht man einen Tunnel davon.Tunnel Log Sowohl für Autos, als für Wanderer.Alta Trail Im Kings Canyon NP steht die      Nummer 3 der größten Mammutbäume – der „General Grant Tree“.General Grant Tree Der „Fallen Monarch“ diente schon vor einem Jahrhundert als „Unterkunft“ und hat sich bis heute kaum verändert.Fallen Monarch Anno 1900  Im Jahre 1900 und so im Jahre 2014.Falllen Monarch Anno 2014    Eingangstür   Ingeburg vor der Eingangstür!

Morro Bay

Nach vier Monaten sind wir wieder in Morro Bay am Pazifik gelandet. Hier gefällt es uns einfach zu gut. Campingplatz mit Blick auf die Dünen, Brandung und den Morro Rock. Gewitter am Morro Rock  Hier aus dem geschützten Womo bei Gewitter. Man kann herrliche Strandwanderungen unternehmenMorro Beach                                                               oder mit dem Kajak durch das Hafenbecken paddeln.Hafen von Morro Bay  Natürlich spielt das Angebot an „Seafood“ für uns eine maßgebliche Rolle, mussten wir doch in der Wüste  lange darauf verzichten.Seafood        Die BBC – Oysters sind einfach zu köstlich und wir können fast keinen Tag darauf verzichten :-).BBC-Oysters Auch die zahlreichen Seeotter lieben das reichhaltige Angebot des Meeres. Betteln haben sie also gar nicht nötig.Seeotter                                                                 Zur „Happy Hour“ noch ein Bierchen auf einer der vielen Terrassen am HafenHappy Hour und der Dudelsackspieler beendet bei Sonnenuntergang mit schottischen, wehmütigen LiedernDudelsack zum SonnenuntergangJogger im Sonset den  s c h ö n e n   T a g .

Wieder in Richtung Pazifik

Weil es in den National Parks Sequoia, Kings Canyon und Yosemite noch zu kalt ist und die Straßen und die Pässe zum Teil wegen Schnee noch gesperrt sind, fahren wir nochmal gen Westen zurück zur Küste nach Morro Bay. Vorher kurzer Zwischenstopp am Lake Isabella. Auch hier gibt der niedrige Wasserstand des Sees sehr zu denken.Lake Isabella                                                                Ob die Pelikane deshalb solche Schnabelspoiler haben?   Pelikane mit Schnabelspoiler                                                              Eine sehr gute, kleine Brauerei gibt es in Kearnville. Der Abendschoppen mit zwei Flaschen Stout (8,5 %) war sehr vergnüglich. Wir können aber auch nichts mehr ab :-).Prost   Im El Chorro Regional Park, kurz vor Morro Bay, bleiben wir wieder hängen. Campground mit botanischen Garten und Golfplatz! Toller Platz mit außergewöhnlichen „natürlichen Hindernissen“ !Natürliches Hindernis Wilde Truthähne auf dem Grün :-).

Alabama Hills

Wenn man über die Movie Road ca. 2,5 Meilen über eine staubige Waschbrettpiste zu diesem Punkt holpert, Im Niemandsland                         dann findet man sich hier wieder: Stellplatz in den Alabama Hills        Man sucht sich irgendwo eine kleine Felsnische und genießt die phantastische Aussicht auf den höchsten schneebedeckten Gipfel der USA (außer Alaska)  –                               den Mt. Whitney ( 4.421m ).Mt.Whitney 4421m     Herzlich Willkommen in den Alabama Hills    Herzlich willkommen!                        Tagsüber kann man durch das Labyrinth von Felsbögen und – öffnungen herumklettern; Whitney Portal Arch oder aber man fährt in Richtung Whitney Portal, Ausgangspunkt vieler Gebirgswanderungen, wenn die Straße nicht gerade wegen Steinschlag gesperrt ist. Steinschlag der besonderen Art                            Vorgestern noch im heißen Wüstensand vom Death Valley, jetzt im Schnee der Sierra Nevada. Was das Körperchen so alles mitmachen muss :-). kalt ist auch mal schön                                                                 Die Wetterscheide der Sierra Nevada sorgt immer wieder für bizarre Wolkenformationen – Friedenstaube oder UFO ?    Friedenstaube oder Ufo                   Zwischen den Felsen der Alabama Hills entdecken wir zufällig die gut versteckten Münchner Claudia und Thomas vom Valley of Fire. Schnell wurde eine gemeinsame Felsecke gesucht und an zwei schönen Vino-Abenden gab es viel zu erzählen und wir hatten eine Menge Spaß. Dazu gehörte auch die gemeinsame Wanderung zum „Stonehouse“. Wir hoffen, wir treffen uns irgendwann, irgendwo nochmals wieder.     Wandergruppe Stone-House

Death Valley

Eines der trockensten Gebiete der Welt. Bei  „nur“ 36 Grad besichtigten wir den Zabriskie Point. Im Sommer werden hier zum Teil über 50 Grad gemessen.Zabriskie Point                                                                Da hatten wir ja noch angenehme Temperaturen. Besonders gut auszuhalten an einem von einer warmen Quelle gespeisten Pool des Furnace Creek Campgrounds.Am Pool im Death Valley                                                                Schier endlose Einsamkeit in Richtung Westen. Hier die Mosquite Flat Dunes: Mesquite Flat Dunes 30 Meter hohe Wanderdünen.             Zum wandern hatten wir aber hier nicht die rechte Lust. Vor Lone Pine sieht man im Hintergrund die tolle Bergkulisse der Sierra Nevada.Sierra Nevada                                                                  In Lone Pine gibt es deshalb das Museum of Film History. Die charakteristische Hügel- und Berglandschaft ist Kulisse vieler Western und Filme.Westernklassiker                                                                    Hier wurde übrigens auch “ Im Land der Raketen-Würmer“ gedreht. Nicht bekannt? Auch nicht schlimm. Ich (Stefan) gebe zu, dass ich eine Schwäche für solche Horrorfilmchen habe. Riesige, gefräßige Sandwürmer jagen durch den Sand und verschlingen alles was sich bewegt, so auch harmlose Touristen.                         Im Land der Raketen-Würmer Raketenwurm                             Ingeburg an einem Modell oder war er doch ausgestopft? Ich meine auch in der Nacht….., aber wahrscheinlich habe ich mich getäuscht :-). Aktuell wurden hier Szenen von „Django unchain“ mit Oskarpreisträger Christoph Waltz gedreht.Django