Rund um Flagstaff

Wenn ein Meteroit mit über 40.000 Km/h auf die Erde prallt, dann sieht das nach 50.000 Jahren so aus: Meteor Crater                                      Der „Meteor Crater“ ist angeblich der Größte der Welt – er ist 170 Meter tief und hat einen Durchmesser von 1,3 Kilometern.       Bild  oder Original     Bild oder Original ?                            Im Walnut Canyon National Monument kann man indianische „Cliff Dwellings“ besichtigen. Wie Schwalbennester hängen sie an den steilen Klippen des Canyons.Walnut Canyon Nat. MonumentCliff Dwellings                                                                 Die Konstruktion, vorgegeben von der Natur, war schlichtweg genial.optimaler Wohnungsbau Klimatechnik aus der Vorzeit!                 Im Sunset Crater Volcano National Monument ruht der Vulkan seit ca. 1000 Jahren.Sunset Crater           Auf dem „Lava Flow Trail“ kann man zwischen den erkalteten Lavaströmen herumwandern.Lava Flow Trail                                                                 So sah der Sonnenuntergang bei Flagstaff am 23.5.14 aus.Rauch über Flagstaff Schwere Waldbrände im Oak Creek Canyon ( siehe unser Bericht über Sedona vom 6.5.14) erzeugten so viel Rauch und Russ, dass sich die Sonne eintrübte. Ein einziges Trauerspiel, wenn man drei Wochen vorher dieses wunderschöne Tal bereist und genossen hat. Unsere Bilder vom Tal werden jetzt leider einzigartig sein.

Canyon de Chelly („Tscheji“)

Ein traumhaft schöner Canyon im Navajo-Reservat. Tunnel OverlookWir sind wirklich froh, dass wir diesen Abstecher gemacht haben. Bis zu 300 Meter tief schneiden sich die Schluchten in die Tafellandschaft. Der große Unterschied zu anderen Canyons ist der ebene, grüne Grund.Canyon de Chelly                                                            Ohne Führer darf man nur den Trail zu den White House Ruins (frühindianische Siedlungen) machen.                                             White House Ruin 1 Unser Ziel!White House Trail Unser Trail – rechts geht er los.indianische Abstützung        Zugegeben, die mickrige Holzabstützung erzeugte bei diesem Tunnel wirklich kein Vertrauen, ganz im Gegenteil.on the trail  Ingeburg an der „Wand“.                      White House Ruin  Sehr eindrucksvoll!                                 Nächster Stopp ist am „Spider Rock“. Die Indianerlegende erzählt von der sogenannten Spider Woman, die unartige Kinder gekocht und verspeist hat. Die weißen Knochen der „kleinen Häuptlinge“ liegen noch auf der Spitze des Felsens.Spider Rock                                                                    Das “ Fenster am Fels“ war Namensgeber der Navajostadt Windowrock.Window Rock Davor befindet sich das Navajo Nation Veteran`s Memorial. Es ist all denen gewidmet, die im 2.Weltkrieg als „Code Talkers“ im Einsatz waren. Die Navajosprache diente damals als Code für militärische Meldungen. Das Wort „Navy“ lautet beispielsweise „tsah (needle) wol-la-chee (ant=Ameise) ah-keh-di-glini (victor) tsah-ah-dzoh (yucca)“. Nur der erste Buchstabe des englischen Wortes wurde genommen. Für das „a“ kann man aber auch „be-la-sana“ (apple) oder „tse-nill“ (axe) nehmen. Alles klar? 🙂 Der Code wurde übrigens niemals geknackt.

Petrified Forest National Park

Weltweit einzigartig ist der Petrified Forest wegen seiner faszinierenden Versteinerungen von Baumstämmen. Sage und schreibe über 200 Millionen Jahre alt sind diese Reste von versteinerten Wäldern.Petrified ForestPetrified Log Golden Mariposa Lily  „Golden Mariposa Lily“ meets old wood.bunter Stein                                                                Die buntesten Steine der Welt! Geht`s noch bunter? Jaaaa!Coloured Lizard         The Tepees „The Tepees“ und unser Wigwam.      Man kann schöne Trails durch die versteinerte Welt und eigenartige Lehmhügel machen.Blue Mesa „Blue Mesa“                                             Im Norden des National Parks trifft man auf das “ Little Painted Desert“, die farbige Wüste!Whipple Point Diese farbigen Weiten per Foto festzuhalten ist schier unmöglich. Hier ist jetzt eure ganze Vorstellungskraft gefragt :-).Painted Desert

Die National Forests von Prescott und Coconino

Schon 15 Meilen südlich von Sedona sind wir im Page Springs Park hängengeblieben. Mitten im Vogelschutzgebiet liegt ein herrlich schattiger Campingplatz direkt am Oak Creek. Eine Forellenzucht und diverse Weinprobierstuben liegen um die Ecke. Morgens  frühstücken Hobbyornithologen direkt am Flüßchen. (Aber nicht in Ruhe!)Frühstück am Oak Creek                                                                Die Vögel erinnern von den Farben schon fast an tropische Artgenossen.Western TanagerNorthern Cardinal                                                                Für dieses Foto wurde das Frühstück mindestens zehnmal unterbrochen. Zwischen ranzoomen und wegfliegen lag gefühlt eine Sekunde.                                             Kulturhistorisch war das Tuzigoot National Monument angesagt. Die indianischen Ruinen der Sinagua-Kultur 🙂 stammen aus dem Jahre 1100 bis 1300.Tuzigoot National Monument                                                             Kann man, muss man aber nicht gesehen haben. Ein Golftag mit unseren kanadischen Nachbarn Wilma und Jim macht da deutlich mehr Spaß.Golfen mit Wilma und Jim Gruppenbild am Loch 6                        Dies ist ein „Gambel`s Quail“, zu deutsch eine Schopfwachtel.Schopfwachtel            Normalerweise rennen diese Tierchen im Rudel, Schopf voraus, ebenerdig in den Büschen herum. Im Dead Horse State Park sitzen sie einsam in 2 bis 3 Meter Höhe in den Bäumen und stoßen alle 20 Sekunden ein nerviges „tatüäh“ aus. Warum sie das machen, wissen wir nicht.       Lockruf, Balzruf, territoriales Verhalten, geistig gestört ……….Fremdenhass?                    Sie sollen ja in Rotweinsoße ……….. .  🙂                                                                                 Eine „spannende“ Hikingtour hatten wir im Tonto Natural Bridge State Park.               Steil bergab ging es auf den Pine Creek Trail. Pine Creek Trail                                                             „Wo ist der Trail?“  „Immer geradeaus, mein Schatz!“                                                      Diese Stelle ist so glatt wie sie aussieht – polierter Granit.Rutschbahn Ingeburg rutschte dieses Teilstück auf dem Po bzw. Rücken hinunter, „alle Viere“ von sich gestreckt, nach dem Motto „Reibung ist alles“. Mein Rettungsversuch endete genauso.    Mit leicht zittrigen Beinen kamen wir an einer Felskante zum liegen, dahinter ging es vier Meter tief in ein Wasserloch. Erst mal hinsetzen, einen Apfel essen und dann langsam anfangen zu lachen. Zwei Amerikanern, die uns erstaunt beobachtet hatten, kommentierten wir unseren Auftritt mit den Worten:                                                                “ That`s the german style of climbing! “                                                                              Das war die Belohnung:    Tonto Natural Bridge                         Die größte “ Travertine“ – Brücke (poröser Kalkstein) der Welt, sehr eindrucksvoll, besonders wenn man sie durchsteigt. Keine Sorge, wir kommen heil wieder! 🙂

Sedona

Von der Hochebene bei Flagstaff geht es auf Serpentinen rund 800 Meter tiefer in den wärmeren Oak Creek Canyon Oak Creek Canyon               mit seiner „unglaublichen Artenvielfalt“. unglaubliche Artenvielfalt Schon bald tauchen die ersten „Red Rocks“ auf Red Rocks            und die Landschaft erinnert an das berühmte „Monument Valley“.Bell Rock und Courthouse Butte                                                               Wir umrunden (nicht besteigen ! ) trotz 30 Grad im Schatten den Bell Rock.Bell Rock                                                                 Wir sind natürlich als Tommy`s unterwegs und nicht als Dan`s!  ???????  Ok, das muss man erklären: es gibt auf der einen Seite den „Trail King Tommy“ mit Hut, Sonnenbrille, Wanderschuhen, Fernglas und natürlich genügend Wasser und auf der anderen Seite den „Dehydration Dan“ mit Sonnenbrand, offenen Knien, Dornenkratzern und er ist kurz vor dem verdursten. Und so sehen die Jungs aus 🙂 .                              Trail King TommyDehydration Dan                                                   Bei solch bombastischen Felsen darf man natürlich nicht den Blick für die Kleinteiligkeit verlieren. Überall blühen jetzt die KakteenKakteenblüten und das Kleingetier ist ebenfalls fleißig unterwegs; hier eine schöne Eidechse (Lizzard).Lizzard                                                                  Sedona liegt herrlich zwischen den roten Felsen am Oak Creek undSedona jeder Felsen hat natürlich seinen Namen.Snoopy Rock „Snoopy Rocks“ :-).                               Nicht weit von unserem Campground entfernt liegt das Art & Crafts Village Tlaquepaque.Tlaquepaque Heißt wohl bei den Mexikanern soviel wie: “ von allem nur das Schönste „. Aussprechen können wir es bis heute nicht. Hier  wurde uns echt etwas geboten: Livemusik, Tanz, gemütliche Restaurants Livemusicgemütliches Restaurant                                                                    und dazwischen abwechlungsreiche Kunstobjekte und Gallerien. Indianer fängt AdlerSchamane                                                   Diese hübsche Husky – Dame hätten wir am liebsten mitgenommen.Flirt mit Huskydame War aber unverkäuflich :-).  kissing frog Bis zum nächsten Bericht!