Mount Rushmore NM

Die „Iron Mountain Road“ im Custer State Park hat es echt in sich. Scharfe Kurven, steile Anstiege, einspurige Brücken und knuffige Tunnels, so richtig was für begeisterte Wohnmobilfahrer. Hier passen wir wirklich gerade noch so durch! Passt gerade noch                                                               Auf dem gelben Schild steht nicht etwa die Durchfahrtshöhe, sondern: Sound Horn!         Na ja, wenn wir kommen, brauchen wir auch nicht mehr zu hupen, denn der Gegenverkehr sieht eh kein Licht am Ende des Tunnels :-).                                                   Von der Ferne schon zu erkennen: das Mount Rushmore National Memorial.Mount Rushmore    Wieder das Werk eines „verrückten“ Bildhauers. Diesmal ist es Gutzon Borglum. Er (und seine Mannschaft) brauchten über 14 Jahre, um die vier Präsidentenköpfe in den Granit zu meiseln und zu sprengen. Wahrlich eine bildhauerische Mammutleistung, die aber auch fertig geworden ist. Gut, das Geröll am Fuße des Berges hätte man auch noch wegräumen können. Ein Jahr mehr :-).             Und hier sind sie nun von links nach rechts:                                                              Washington, Jefferson, Th. Roosevelt und Lincoln und ………vier PräsidentenIngeburg und die Präsidenten aus Stein              Heute machen wir Strecke gen Osten – nur noch 7 Wochen :-(.                                    Unser nächstes Ziel sind die Großen Seen.

Die Black Hills in South Dakota

Schöne schattige Wälder mit kalten Flüssen und klaren Seen. Nach der Hitzewelle in Wyoming kam diese Landschaft genau zum richtigen Zeitpunkt.                                            Kurzer Stopp an einem Drehort von “ Der mit dem Wolf tanzte“.              Der mit dem Wolf tanzte                                                              Das ehemalige Goldgräberstädchen Deadwood glänzt an der Historic Main Street mit authentischen Fassaden und Kneipen im Westernlook. Neben Spielhöllen und Rodeo ist aber die eigentliche Attraktion die dramatische Geschichte der Ermordung von             Wild Bill Hickock. Sein Grabstein befindet sich auf dem Mount Moriah Cemetry direkt neben seiner ebenfalls im Wildwestruhm unsterblichen Freundin Calamity Jane.letzter GrabsteinErster Grabstein von Wild Bill  Der erste Grabstein aus Holz!  Der leidenschaftliche Pokerspieler „Wild Bill“ wurde 1876 hinterrücks von John McCall erschossen, der daraufhin nach kurzer Gerichtverhandung erhängt wurde. Das alles fand damals im legendären Saloon No.10 statt. Heute eine urige Kneipe mit vielen Skurrilitäten.Saloon No.10 Bild 2Saloon No.10 Rechts am Tresen “ Calamity Jane“ :-)! Das gigantische Gegenstück zum Mount Rushmore Memorial ist das Crazy Horse Memorial. 1949 begann der Bildhauer Korzak Ziolkowski auf Einladung der Sioux mit der Sisyphusarbeit am Memorial for all North American Indians. Häuptling Crazy Horse soll samt Pferd eine 170 Meter hohe Felsskulptur bilden. Der Bildhauer verstarb 1982. Das Memorial soll aber vollendet werden.          Crazy Horse Monument Das sieht man jetzt – 2014 !Noch viel zu tun Es ist noch viel zu tun.Crazy Horse Kunstwerk Ob wir das noch erleben? Wir haben unsere Zweifel.

Devils Tower National Monument

270 Meter hoch ragen diese Basaltsäulen in den Himmel.Devils Tower NM                                                                                     Auf einer schönen Rundwanderung kann man diverse Kletterer beobachten.Trail am Devils Tower  Über die Entstehung gibt es zwei Varianten:              Die Geologen interpretieren den „Teufelsturm“ als erkalteten Kern eines Vulkans    (Vulcanic Plug), dessen umgebenes, weicheres Gestein nach und nach erodiert ist.       Die Indianer dagegen sagen, dass ein Bär eine Gruppe von Mädchen verfolgte und der Große Geist zur Rettung unter ihren Füßen einen Berg aus dem Erdboden wachsen ließ. Irgendwie gefällt uns die letzte Version besser :-).Indianerversion                  Der Berg ist für die Indianer bis heute heilig und Stätte vieler spiritueller Zeremonien.Circle Wind „Circle of Sacred Smoke“                                                     Am Fuße des Devil Towers lebt eine große Kolonie von „Black-tailed Prärie Dogs“.         Sie zu beobachten, wenn sie senkrecht vor Ihren Erdlöchern stehen und Warnrufe ausstoßen, macht echt Spaß und erinnert an die bekannten Erdmännchen.Oh leckerSchmeckt das gutalles weg      Oh, lecker Grassamen,            schmeckt das gut,               schon alles weg.              habt ihr noch etwas Habt Ihr noch was?  Neee, füttern ist doch verboten!

An alle, die an meinen (Stefans) Geburtstag gedacht und gratuliert haben,                        ein herzliches  D a n k e s c h ö n !!

 

Little Bighorn Battlefield in Montana

Legenden begleiten die Schlacht am Little Bighorn River bis heute. Als Jugendlicher habe ich (Stefan) viele Bücher darüber gelesen. Jetzt an der Originalstätte der blutigen Auseinandersetzung vom 25. Juni 1876 zwischen den Lakota-Sioux – und Cheyenne – Indianern und Teilen der 7th US-Cavalry zu stehen, hat uns doch sehr bewegt.Last Stand Hill 2 „Last Stand Hill“                                    Hier fiel Lt. Col. Georg Armstrong Custer mit seinen letzten 41 Soldaten.Last Stand HillHier fiel Custer Grabsteinähnliche „Marker“ zeigen die Stellen, wo die Überreste der Toten gefunden wurden. Auf der Battlefield Road kann man alle Phasen des Kampfes und die taktischen Fähigkeiten der Indianerhäuptlinge             Crazy Horse und Stting Bull nachvollziehen. Entlang dieser Straße findet man die „Marker“ der restlichen 220 gefallenen Soldaten.         zwischen Grabsteinen       Erst seit 2003 ! erinnern auch Mahnmale der Indianer an die gefallenen Krieger der verschiedenen Stämme.Cheyenne GräberIndian Memorial „Indian Memorial“

Cody in Wyoming

Der Ort ist geprägt von einer schillernden Persönlichkeit – William Cody alias „Buffalo Bill“.Buffalo Bill Mit vierzehn war er Reiter beim legendären Pony Express Service, der 1860 Briefe in 10 Tagen von Missouri nach Kalifornien (3200 km) transportierte. Nach dem Bürgerkrieg versorgte er 1000 Gleisbauarbeiter mit dem täglichen Frischfleischbedarf von 12 Büffeln, was ihm auch seinen Beinamen „Buffalo Bill“ einbrachte. Als Scout führte er die Armee in den Indianerkriegen und mit seiner Wildwestschau kam er zu internationalem Ruhm. Mit einer Crew von 600 Mitwirkenden und 500 Rindern, Pferden und Büffeln zeigte er nicht nur in den USA, sondern auch in Europa der „alten Welt“ den Wilden Westen.                                                                           Die Epochen seines Lebens sind liebevoll dargestellt im Buffalo Bill Historical CenterBuffalo Bill 1887 in London                                                                    Hier die Wildwest-Show 1887 in London und, kaum zu glauben, sie war auch in:Bremen        An das Museum angeschlossen ist ein Kunstmuseum mit Motiven aus der Westernzeit, ein Naturkundemuseum und ein tolles Museum über die Prärieindianer.Plains Indian Museum 1Häuptlingsschmuck Original Häuptlingskopfschmuck!            Allein für das Museum mit Handfeuerwaffen bräuchte man einen ganzen Tag. Firearms Museum 1 Colts und Winchesters ohne Ende.Firearms Museum 2                                                Dazwischen noch besonders große Jagdtrophäen.JagdtrophäenRespekt Hilft hier noch Bärenspray?                Wirkt es in Bauchnabelhöhe? Fragen über Fragen :-).

Noch mehr Yellowstone NP

Hier gibt es ja so viel zu sehen! Jeden Tag machen wir tolle Ausflüge, wie hier zu den Mammoth Hot Springs.     Mammoth Hot Springs                     Leider haben Erdstöße in den 90iger Jahren den Wasserzustrom verändert und verringert, sodass viele Terrassen ausgetrocknet und somit nicht mehr attraktiv sind.                    Absolutes Muss und für uns der schönste Wasserfall, den wir bisher gesehen haben:       die Yellowstone Lower Falls (94 Meter) .Yellowstone Lower Falls.South RimBrink of Lower Falls Hier könnte man stundenlang stehen,Yellowstone River     den donnernden Wassermassen lauschen und diese Aussicht in sich aufsaugen. (Man beachte den Regenbogen!)                                  Heute ist mit den Schweizern Barbara und Urs das Fußball-WM – Endspiel in West – Yellostone angesagt. Frisch gezapftes Guinness und ein deutscher Sieg – hoffentlich :-). Morgen verlassen wir den schönen National Park. Selbst die Bisons sind darüber traurig.Bison am Mud Volcano

Grand Teton und Yellowstone National Parks

Keine Sorge, wir sind noch nicht wieder in den Alpen unterwegs.                                       Dies sind die „Grand Tetons“ in Wyoming.                                           Jackson Lake Der Jackson Lake war herrlich zum relaxen – baden und paddeln war angesagt. Hier der gemischte Doppelkajak mit Henny.gemischtes Doppel                                                                    Danach ging es in den Yellowstone National Park, dem ältesten (1872!) und bekanntesten amerikanischen Nationalpark (10.000 km2). Am Eingang werden einem erst ein mal wieder „Wildlife“ – Verhaltensregeln nahegelegt. Interessanterweise liegt die Annäherungsdistanz zu Bären und Wölfen vier mal höher als zum Bison.  Distanzanweisungen                                                                                                     Hier im Yellowstone gibt es 4000 – 5000 Bisons und Vorfahrt haben sie immer!Vorfahrt für Bisons                                                                    Mehr als 200 Geysire und über 10.000 heiße Quellen und Schlammlöcher zischen, sprudeln und dampfen hier pausenlos aus dem Erdinneren ins Freie. Circa 3,5 Millionen Besucher ziehen diese geothermischen Erscheinungen jährlich an. Dies merken wir gleich beim „Star“ der Geysire, dem „Old Faithful – dem alte Getreuen“. Old Faithful Geyserl                                                               Ingeburg, der alte Getreue und 1000 andere Touristen.                                               Ausgebrochen wird genau nach Uhrzeit plus/minus 10 Minuten!Startzeit zur EruptionOld Faithfull Geysir Pünktlich, jede Stunde!   Am Visitor-Center bekommt man die Eruptionszeiten der aktiven Geysire und danach wandert man auf hölzernen Pfaden durch „Teufels Küche“.Upper Geyser Basin  Die Farben mancher Pools sind wirklich phantastisch und wirken schon fast unnatürlich. Grand Prismatic Spring „Grand Prismatic Spring“ Morning Glory Pool “ Morning Glory Pool“  Farbenspiel 2Farbenspiel 1                                                           Dieses knollige Gesicht ist der „Grotto Geyser“.Grotto Geyser  Bloß nicht wecken!Grotto Geyser 2                                                              Manche Geysire waren superpünklich, andere waren zu früh oder nutzten die Überziehungszeit voll aus oder lassen sich alle Zeit der Welt. warten oder nicht warten  Der „Daisy Geyser“ brach pünklich um 14.25 Uhr aus und gab mit seinen Wasserdampf der Phantasie schöne Anregungen.Daisy Geyser    Riverside Geyser      kein Dampfsaunafan Stefan in der „Freiluftsauna“ !               Zur Erfrischung nach einem aufregenden Tag geht man dann in das Old Faithfull Inn, einem eindrucksvoll konstruierten überdimensionalen Blockhaus.Statik im Old Faithfull InnNostalgie am Old Faithfull Inn

Jackson, Wyoming

Weiter in Richtung Norden kommen wir wieder in  s e i n  Revier!Grizzly Bear Der Ort Jackson ist das Tor zum Grand Teton NP, sowie zum Yellowstone NP und ein Touristenzentrum par excellence. Auf dem zentralen „Town Square“ stehen an allen vier Ecken sogenannte „Elk Antles Arches“. Jeder Bogen ist aus ca. 2000 Geweihen zusammengestellt.Elk Antler Arches                                                             Keine Sorge, die sind nicht extra dafür geschossen worden. In jedem Frühjahr ziehen hier über 7000 Hirsche durch das „National Elk Refuge“ und werfen Ihre Geweihe ab. Die lokale Kneipenszene ist auch nicht schlecht. Hier in der „Million Dollar Cowboy Bar“ sitzt es sich gut auf Sätteln gefertigten speckigen Barhockern.Ritt am Biertresen Ansonsten gibt es viele Galerien und Museen, wie das empfehlnswerte National Museum of Wildlife Art. Natürlich ist auch viel Touristenschrott und Kitsch angesagt. So schlecht, dass man schon wieder lachen muss.Zweierkanu                                                                   Zwei ausgestopfte Waschbären beim paddeln in einem Kanu.                                               Unser Campground liegt direkt am Gros Vendre River mit Blick auf die Teton- Bergkette. Die Spitzen wachsen unvermittelt aus der Ebene. Sie erinnerten franz. Trapper an Brüste – et voila hießen sie „Les Tetons“.Les Tetons           Na ja, wir glauben die Jungs waren eher auf Entzug :-).