Rauma und Naantali

Es ist schon schwer in Finnland einen Campingplatz zu finden, der nicht schön am Wasser liegt. In Rauma an der Westküste Finnlands liegt er auf einer Landzunge, geschützt durch vorgelagerte Inselchen.Campingplatz Rauma   Die Altstadt besteht aus 600 schiefen, bunten, gut erhaltenen Holzhäusern aus dem 18. und 19. Jh. und scheint vor großen Feuern verschont geblieben zu sein.                          Seit 1992 UNESCO-Weltkulturerbe.   Altstadt Rauma      Überall hübsche Boutiquen, Dekoläden, Restaurants, gemütliche Cafes und natürlich Kunsthandwerk.                                                        Meine sprachlose Freundin  Eine sprachlose Freundin :-).   finn. Straßennamen                                                                Die Straßennamen in Finnland sind eine echte Herausforderung. Besonders Steffie (Name unseres Navis) tut sich schwer und liefert so manchen Lacher.                                         Naantali (kurz vor Turku) ist ein traditioneller Kurort mit südländischem Charme.Hafen von Naantali                                                               Leider war das Wetter diesmal nicht südländisch.Naantali                                                            Entlang der Uferpromenade stehen prächtige gelb und ocker gestrichene Holzhäuser.Altstadt Naantali                                                          Unser nächster Halt wird Turku sein  – Fährhafen nach Schweden bzw. Stockholm.

Finnland

Miss „Baltic Queen“ bringt uns in 3 1/2 Stunden von Tallinn nach Helsinki.Baltic Queen                     Tallinn   Tschüß, schönes Tallinn!Helsinki  Hallo, Helsinki!                                   Leider fanden an dem Sonntag in Helsinki diverse Konzerte statt und der Stadtmarathon (zur großen Freude unseres Navis) führte uns über diverse Umwege durch die City. Da  der städtische Campingplatz auch noch ausgebucht war, haben wir kurzerhand die Besichtigung Helsinkis auf ein anderes Mal verschoben. Um so schöner war dann der nächste Stopp in Porvoo (47 km nordöstlich von Finnlands Hauptstadt).             Historisches Kleinod mit Speicherhäusern aus dem 18. Jh. direkt am Flussufer gelegen.Speicherstadt Porvoo                                                             Das Kopfsteinpflaster ist noch älter als der Volvo und Winterdienst ist auf den „Verbindungsstraßen“  nicht angesagt!                                             Straße in Porvoo  kein Winterdienst                                                   In ganz Europa gibt es keine Landschaft, die mit der finnischen Seenplatte zu vergleichen wäre. Ein Drittel des Landes ist von ihr bedeckt. Viele Gewässer gehen labyrinthartig ineinander über oder sind mit Kanälen verbunden. Stille Weite, unberührte Natur und die klare Luft gibt es im Überfluss. Besonders beruhigend wirkt die Gewässeridylle im Sommer, wenn die Nächte noch hell sind und die Sonne nur kurz hinter dem Horizont verschwindet. An einem von diesen 1000 Seen haben Wulf (ehemaliger ADAC- Kollege) und Pia sich ihre Hüttenidylle geschaffen.    Zanders Hütte Mit unserem Womo dorthin zu gelangen war nicht ganz einfach und einige Kilometer lang durfte uns wirklich keiner  entgegenkommen. Der Weg hat sich aber gelohnt. Der klare See lädt zum baden Steg am See und zum paddeln ein.PaddlerinPaddler Es gibt Essen! Ich komme!Flußkrebse Leckere Flußkrebse!                                 Auch eine finnische Delikatesse – Maränen ( kleine Lachsfische) Maränen Sie werden im Roggenmehl gewendet und dann auf der Pfanne über dem Lagerfeuer kross gebraten. Die Küche war schon gourmetartig – Lachs vom Zedernholz oder Elchbraten mit frischen Pfifferlingen vom Grill und jeden Tag selbst gesammelte Blaubeeren.Abendstimmung                                                                Die abendliche Stille wurde nur von den  Rufen der Prachttaucher unterbrochen. An dieser Stelle noch mal vielen Dank an Pia und Wulf für die Gastfreundschaft und die schönen Tage. Weiterhin ein ruhiges, entspanntes Leben in der finnischen Einsamkeit.Mond

Lahemaa-Nationalpark

Rund 40 km östlich von Tallinn beginnt der Lahemaa-NP, das Land der Buchten. Nach dem Trubel in Tallinn genau das Richtige.  Im größten und ältesten Nationalpark von Estland kann man an der zerklüfteten Küste des finnischen Meerbusens herrlich wild campen und hat wieder Zeit zum relaxen.          wilder Stellplatz     Blick nach hinten zum Wohnmobil.Pärispea    Blick nach vorne auf die Ostsee.Sunset Lahemaa NP                                                                Unsere geliebten Sonnenuntergänge! (hier aus dem „Wohnzimmer“ fotografiert)                  Wanderwege gibt es natürlich reichlich. Wir entschieden uns für den Moorwanderweg bei Kolga. Knapp die Hälfte der Strecke führt auf Bohlen durch das Viru-Moor.BohlenwegMoorwanderung Kolga                 Eine mehrstündige Wanderung war auf der Halbinsel Käsmu angesagt. Lange Strecken verlaufen direkt am Meer und manche Bucht lädt zur Badepause ein.Wanderung Käsmu  Das letzte Stück führt durch lichte beeren- und pilzreiche Kiefernwälder. Wir haben uns auf die Blaubeeren gestürzt, von Pilzen haben wir leider immer noch keine Ahnung.Wälder mit Blaubeerbüschen                                                               Die Küste ist bekannt für seine unzähligen Findlinge.Findling in Käsmu  Hier hochzuklettern war eine echte Herausforderung! Gut, dass man die Leiter auf der Rückseite nicht sieht :-).              Gehegt und gepflegt schon zu Sowjetzeiten: Gut Palmse. Gut Palmse                                                                Hier bekommen wir einen guten Einblick in die Lebensweise des deutschbaltischen Adels, mit Herren- und Damensalons, Jagdsaal und Weinkeller.

Tallinn

Die alte Hansestadt mit ihrem mittelalterlichen Stadtkern zählt zum UNESCO-Welterbe und zieht Besucher aus aller Welt an. Sie hat die Jahrhunderte fast unbeschadet überstanden, dank ihrer wehrhaften Befestigung. Das Zentrum bildet der Rathausplatz mit dem Rathaus von 1322.Rathausplatz  Heute werben Freiluftrestaurants um die flanierenden Touristen. Besonders schlimm ist es, wenn Kreuzfahrschiffe angelegt haben. Dann platzen die Gassen aus allen Nähten.AltstadtKatharinengasse                     Die Katharinengasse diente schon als mittelalterliche Filmkulisse.                                         Auf dem Weg zum Domberg sieht man schon die reich geschmückte orthodoxe Alexander-Newski-Kathedrale. Alexander-Newski-Kathedrale              Der Ausblick vom Domberg ist beeindruckend.   Blick vom Domberg                                                               Und wo bleibt das Superlativ? Hier ist es: die älteste Apotheke der Welt!!!! Apotheke von 1422Apotheke innen              Heute verkauft sie moderne Arzneimittel, geheimnissvolle Heilgetränke vergangener Jahrdunderte dienen wohl eher der Deko, oder doch nicht? Eingelegtes 2 Bei Erdwürmern in Öl oder sonnengereiften Hundeködeln, weiß man ja noch wozu sie gut sind. Eingelegtes 1                                                                   Aber Hufe vom Hengst, getrockneter Penis vom Hirsch und eingelegter Igel ?                Beim entspannten Spaziergang durch die Schlossanlage Katharinental konnte man ausgiebig darüber nachdenken :-).Schloss Kadriorg

Haapsalu

Haapsalu ist einer der bekanntesten Kurorte Estlands. Eine kleine mittelalterliche Altstadt liegt auf einer schmalen ins Meer reichenden Landzunge. An der großen Promenade liegt der Kursaal aus dem Jahre 1898, dort kann man sehr nett speisen und den Ausblick auf die Bucht genießen. Kursaal Haapsalu                                   Im Zentrum der Altstadt thront die Bischofsburg:Bischofsburg Haapsalu  Highlight ist aber der prachtvolle Bahnhof, der 1907 für den Besuch des russischen Zaren extra errichtet wurde. Und hier wieder das Superlativ: mit 216 m ist er der längste überdachte Bahnsteig Europas!        Wer hätte das gedacht :-).     Zarenbahnhof                     Ein paar alte Dampfloks stehen vor dem Eisenbahmuseumalte Dampfloks.                                                                 Das wäre etwas für unseren Freund Lothar gewesen, gell?                                                Am nächsten Tag geht es nach Tallinn. Unser Stellplatz ist direkt im Jachthafen von Pirita, und dort ist richtig was los. Am Horizont Kreuzfahrschiffe und dicke Fähren, Segelschiffe, Motorjachten, vor dem Strand rasende Jetskis, Surfer, Segelschulen und … was war das?Was war dasein Delphinmensch Ein Delphinmensch?Rocketman Rocketman?                                        Nein, der neue Hafenmeister!

Estland – die Insel Saaremaa

Über Cesis und den schönen Nationalpark Gauja verlassen wir das schöne Lettland und fahren in das noch einsamere Estland. 1,4 Millionen Einwohner, davon leben alleine 400.000 in der Hauptstadt Tallinn. Die größte Insel des Landes ist Saaremaa (2.670 km2), also ca. 15 mal so groß wie Fehmarn. Die Fähre braucht 20 Minuten und an der Marina von Orissaare hat man freie Platzwahl.Stellplatz Orissaare  Auf dem Fußballplatz steht die stattliche Eiche unter Naturschutz und Bälle werden mit einer Leiter und einer langen Stange aus den Ästen geangelt.Fußballplatz Orissaare Man sieht halt alles nicht so eng. Interessanterweise gibt es auf der Insel eine Reihe von Biokostanbietern und eine kleine „Slow-Food“ Bewegung. Dazu gehören beispielsweise kleine Privatbrauereien, ein Dortmunder!, der selbstgemachten Senf anbietet oder auch, zur großen Freude von Stefan, eine finnische Familie mit über 400 schottischen Hochmoorrindern !!!!schott. Hochmoorrinder Das Kühlfach ist jetzt wieder brechend voll 🙂 .                         Der Hauptort der Insel ist Kuressaare mit der obligatorischen Burg!Kuressaare Panorama                                                         Traditionelle Küche gab es in einer rustikalen 100 Jahre alten Windmühle.Restaurant in 100 Jahre alter Mühle Klassiker ist im ganzen Baltikum die kalte rote Beetesuppe mit Ei. Schmeckt besser als es klingt! Farblich auf jeden Fall eine Offenbarung :-).Rote Beete Suppe  Saaremaa Windmühlen  Manchmal glaubt man sich in Holland. Die Spitze der Halbinsel Sorve natürlich mit Leuchtturm.Leuchtturm der Halbinsel Sörve Heute noch findet man auf der Insel überall stille Zeugen der Gefechte zwischen deutschen und sowjetischen Truppen im Zweiten Weltkrieg – Schützengräben, zerfallene Bunker, Bombentrichter und ….Friedhöfe.    Natter  „Bunkernatter“                                           Der Abstecher auf die Insel hat sich gelohnt und ein Gewitter mit Sonnenuntergang verabschiedet uns.Gewitter und Sonnenuntergang