Ronda und Umgebung

Der Reiz des uralten Städtchens Ronda ( 700 m) macht in erster Linie seine einmalige Position aus Es liegt auf einem Felsplateau, das von den nahezu senkrecht abfallenden Wänden einer über 100 Meter tiefen Schlucht in zwei Teile gespalten wird.                 Häuser und Gärten drängen sich wagemutig bis an den Rand des Abgrunds.Ronda  Eine kühne Brückenkonstruktion verbindet beide Seiten. Die Puente Nuevo wurde nach über 40jähriger Bauzeit 1793 fertiggestellt. Der mittlere Bogen der Brücke beherbergt einen Raum, der einst als Gefängnis diente; an einen Ausbruch war angesichts der Lage wohl kaum zu denken.Puente Nuevo                                                                                                    Ronda ist übrigens auch die Wiege des Stierkampfs.Stier                                                                    Mit einem kleinen Mietwagen haben wir auf steilen, kurvigen Straßen das Umland von Ronda erobert. Eine Kuriosität ist Sentenil.Das Weiße Dorf     Das “ Weiße Dorf “   lehnt sich unter große, einem Gewölbe ähnelnde Felsen.SentenilSteinschlag                                                    Ingeburgs Vertrauen in die Natur!                                                                                       Garantiert kein Steinschlag und regensichere Bars.regensichere Kneipen   Stefans neue Freunde  Stefans neue Freunde!                            Eine lange Serpentinenstrecke führt zur Garganta del Chorro.                                            Die spektakuläre Schlucht ist an manchen Stellen nur wenige Meter breit und die Felswände ragen bis zu 400 Meter hoch.       Garganta del Chorro                       Der legendäre „Königspfad“  Caminito del Rey, ein abgestürzter Versorgungsweg, wird in Handarbeit wiederhergestellt. Dieser erste Teil ist aber nur mit Reservierung zu begehen und war an diesem Tag in fester Hand von spanischen Reisegruppen.Wandern am Fels

Flamingos und Felslabyrinth

Fuente del Piedra    Laguna de Fuente Piedra – dieser klangvolle Namen steht für den größten Salzwassersee Andalusiens und eine der letzten Brutstätten von Flamingos in Europa. Strenger Naturschutz ist angesagt. Im Frühjahr sind hier vier- bis fünftausend Vögel, jetzt waren es leider deutlich weniger.Flamingos und Kraniche Dafür waren noch ein paar Kraniche da, und abends gab es einen prachtvollen Sonnenuntergang.Sonnenuntergang am Salzsee  Vorbei an dem schönen Antequera  Antequera und seine La Alcazaba  fahren wir in den wundersamen Naturpark El Torcal. Eine geologische Kuriosität ersten Ranges. (zumindest in Europa) schönes Wandergebiet                                                                Die Erosion formte aus dem weichen Kalkstein bizarre Formen und Figuren, Felstürme, Licht und Schatten  Plattenschichten und Wackelsteine. einzelne Steinschichten                                                              Das Kalkplateau hat eine Fläche von 17 Quadratkilometer und liegt auf ca. 1300 Meter Höhe. Wind und Wasser formen aus dem Fels faszinierende Figuren. Kalkstein und seine Erosion                                                                  Von dem herrlich ruhigen Übernachtungsplatz                                                          (wahrscheinlich der Ruhigste in ganz Spanien !) Stellplatz El Torcal                              Morgenruhe                                                                beginnen mehrere Wanderwege durch das Felsenlabyrinth.Kalkssteinlabyrinth Wir hatten Glück und konnten Mönchskopfgeier und scheue Bergziegen beobachten. (unteres Bild 🙂 )  Bergziege

Cordoba

Wir dachten schon an Granada kommt nichts heran. Falsch, Cordoba hält da locker mit. In Cordoba erreichte die Macht des Islam in Europa ihren Höhepunkt, unangefochten durch christliche Herrscher. Die historische Hauptattraktion ist die wahrhaft wunderbare „Moschee-Kathedrale“ Mezquita mit einem atemberaubenden Säulenwald im Inneren. Mezquita                                                                  Auf die Mezquita aufgepfropft ist die Kathedrale im Zentrum der Moschee.Kathedrale    Puente Romano Glockenturm                 Die „Römerbrücke“ Puente Romano und der Glockenturm der Kathedrale.                        So jetzt reicht es mit Fotos von Altstadtgassen, Kirchen und Palästen. Es gibt auch schöne Tababars!  Die Tapas in Valencia standen fein säuberlich aufgereiht an der Theke oder auf dem Tresen. Man konnte sich selber bedienen und abgerechnet wurde die Anzahl der verschiedenen Holzspießchen. In Granada gab es kostenlos! zu jedem Getränk eine Tapavariation, wie Olivencreme oder Minipaella. Nach drei Glas Rotwein war man nicht nur selig, sondern auch satt. In Cordoba reicht man eine Tapakarte, aus der man sich kleine Köstlichkeiten wählt. Die Preise liegen bei fast € 10,–.                                              Klassiker ist hier Gazpacho – kalte Tomatensuppe im Glas.              Gazpacho     Stierschwanz-Tapa               Für Stefan gab es geschmorten Stierschwanz – Tapa, danach „Omeprazol“.                             Taberna Salinas Taberna San Miguel                                            Kultige Tapabars – „Taberna Salinas“ und “ Taberna San Miguel“                                     Abends ist am Rio Guadalquivir richtig was los – riesige Gin Tonics, Livemusik und viel, viel zu sehen. Besonders die Clubs „Fusion“ und „Confusion“ hatten es uns angetan :-).Fusion    Gut gelaunt ging es nach Hause in Richtung Campingplatz, aber irgendwie in einem anderem Licht :-).Puente Romano bei NachtGlockenturm bei Nacht

Das gekämmte Land

Nördlich von Granada ist die Provinz Jaen. Der Reichtum dieser Region sind Oliven, Oliven, Oliven.Hügelauf, hügelab wellen sich die säuberlich in Reihen gepflanzten Haine.gekämmte Landschaft Das gekämmte Land!                              In der Herstellung von Olivenöl steht Spanien weltweit auf dem ersten Rang, liefert rund 31 Prozent der Weltproduktion. Etwa 215 Millionen von insgesamt 800 Millionen kultivierten Bäumen wachsen hier. Die jährliche Produktion des Landes schwankt zwischen 800.000 und 900.000 Tonnen. Innerhalb Spaniens stellt Andalusien rund vier Fünftel der Landesproduktion an Olivenöl her. Mittendrin findet man dann schöne Museumsstädtchen, wie beispielsweise Baeza.                         Baeza     Altstadt Baeza              Man kann den ganzen Tag durch die Altstadt bummeln und die Renaissancebauten auf sich wirken lassen.                                             Ubeda                                                         Ubeda, der Nachbarort, ist genauso schön und ebenfalls seid 2003 Weltkulturerbe. Morgendämmerung Morgendämmerung!

Granada

Sicherlich eine der berühmtesten Städte Spaniens und vielleicht die Schönste. Die Lage ist einzigartig: Am Rand der Flußebene Vega auf ca. 700 Meter Höhe zu Füßen der fast immer schneebedeckten Sierra Nevada. Vor dieser Kulisse erheben sich zwei Hügel. Der südliche von beiden mit der unvergleichlichen Alhambra, der einzig komplett erhaltene islamische Palastanlage der Welt.    Alhambra         Auf dem nördlichen Hügel staffelt sich der Albaicin, das älteste Viertel der Stadt, Albaicin  ein Labyrinth weiß verputzter Häuser, von Blumen überquellender Gärten und engster Treppengassen.   unser TraumhausWege in die Oberstadt                     In der Unterstadt spielt sich das Alltagsleben ab. Verkehr und Hektik sind zwar allgegenwärtig, aber es gibt auch romantische Winkel und elegante Plätze zum verweilen, eine tolle Kneipenszene und Kulturangebot satt.                                                                 Die Kathedrale ist errichtet auf den Resten einer Moschee! Catedral     Die Alcaiceria war der frühere maurische Basar der Seidenhändler. Jetzt meist Souvenierwaren mit Marokko-Klimbim. In der Luft liegt immer noch ein Hauch von Orient.    AlcaiceriaDinge die man nicht braucht           Höhepunkt jedes Granadabesuches ist natürlich der Besuch der „Roten Festung“ – der Alhambra. Bereits 1984 zum Weltkulturerbe ernannt, das meistbesuchte Monument Spaniens und aufgrund des starken Andrangs nur mit zeitlich befristeten Eintrittskarten zu besichtigen. Nervt, aber scheinbar nicht anders zu lösen. Die Gärten der Generalife sind ein kleines Paradies aus Wasser, Blüten und Licht. Der Sommersitz der Nasriden-Könige!Blick von der GeneralifeWasserspiele                                                                 Überall Springbrunnen und glucksende Teiche.Brunnen                                                                Ein ausgeklügeltes System von wasserführenden Rinnen versorgt die Pflanzenwelt.Wasserrinnen Heckenstütze  Hecken, wie grüne Wände.  Das tolle, sie wachsen im maurischen Stil :-).maurische Hecken  Eine grandiose Aussicht genießt man vom Torre de la Vela, mit 26 m der höchste Turm der „roten“ Alcazaba.Torre de la Vela                                                        Zugegeben, man kann dabei auch freundlicher schauen. Wahrscheinlich näherte sich schon wieder eine Reisegruppe :-). Highlight ist der Palacios Nazaries, der Königspalast mit seinen verschlungenen Wandornamenten und filigranen arabischen Schriftzügen, die „Spinnweben Gottes“ genannt.Palacio Nazariesblühende Gärten      Der berühmte „Löwenhof“ ist das Herz des Harems, der intime Privatbereich des Herrschers, zugänglich nur für Frauen, Konkubinen und Kinder. Jetzt sind es Touristen, ja so ändern sich die Zeiten.LöwenhofHarem

Parque Natural Cabo de Gata-Nijar

Laut Reiseführer eines der letzten Paradiese an der spanischen Mittelmeerküste. Cabo de Gata Naturpark    Von allen Seiten knabbern aber Bauspekulanten an dem Naturpark. Überall Appartmentsiedlungen und Bauruinen.             Bei Los Escullos “ Die Klippen“ steht die Disko doch tatsächlich direkt neben dem     Castillo de San Fernanado.       unverbaute Küste                Der Blickwinkel macht`s – so sieht das Kastell von der Küstenseite aus :-). Blickwinkel                                                                   Vom Landesinneren drängt die mächtige Agrarlobby mit ihren, die Landschaft verschandelnden „Invernaderos“ (riesigen Treibhäusern) die Natur zurück.Treibhäuser                                                                Man muss schon etwas an den Klippen entlang wandern, um ruhige, unverbaute Ecken und Aussichten zu finden.    Los Escullos - die KlippenSteingesichtLöwe aus Stein                 Erodiertes Gestein regt die Phantasie an.  Pause in den Klippen Pause im Windschatten.                     Ansonsten waren wir vom Naturpark (nicht zu verwechseln mit Nationalpark) doch sehr enttäuscht. Vorbei an Almeria und seinen flächendeckenden! Treibhäusern von der Küste bis hinein in die Berge fahren wieder in das Inland in Richtung Granada.

Andalusien

Wir beginnen mit der trockensten Gebiet Spaniens bzw. Europas, mit der Region rund um Almeria. HIer liegt die jährliche Niederschlagsmenge bei etwa 180mm. Zum Vergleich: im Allgäu sind es bis zu 2600mm. Die Folge sind regelrechte Halbwüsten, die teilweise mit widerstandsfähigen Pflanzen, wie Agaven oder Zwergpalmen bewachsen sind. Gelbe, rote, braune und graue Sand- und Erdtöne prägen diese unwirtliche, lebensfeindliche Landschaft, ebenso wie die „Ramblas“. Nein,nicht die von Barcelona :-), sondern trockene Flussbetten. Zwei kleine Städtchen im Nordosten der Provinz liegen in ca. 1000 Meter Höhe: Velez Rubio und Velez Blanco. Mit Velez Rubio werden wir wohl immer unsere Reifenpanne und der dortigen Reifenwerkstatt verbinden.                                                Eine Geschichte für lustige Vinoabende.                Velez Blanco 2                                                            Velez Blanco, verschlafen wirkender Ort mit schmucken weißen Häusern.Velez Blanco 1                                                               Der prächtigste Bau ist hier das Castell de los Fajardos.Castillo de los Fajardos                        Mandelblüte  Mandelblüte –  das beschauliche Bild täuscht hinweg über den hier ständig sehr stark wehenden Wind.         örtliche Wasserversorgung                                                                   Für die örtliche Wasserversorgung sorgt eine saubere Quelle. Wenn man 200 Liter durch die engen, steilen Gassen nach oben geschleppt hat, weiß man aber auch, was man getan hat.