Lissabon

Einer der attraktivsten Orte zwischen Lagos und Lissabon – Vila Nova de Milfontes. Malerisch gelegen an der breiten Mündung des Rio Mira.Mündung des Rio Mira                                                   Osteressen am Strandrestaurant: Dorade vom Holzkohlegrill, dazu ein eiskalter Vino Verde und eine traumhafte Aussicht auf die tosende Brandung.Strandrestaurant Wo sitzt Ingeburg? (Auflösung am Ende) Was dort die tosende Brandung war, ist in Lissabon der tosende Verkehr. Die Großstadt liegt an der breiten Mündungsbucht des Rio Tejo auf sieben Hügeln.Lissabon von oben   Blick von der Burg Sao Jorge im Stadtteil Alfama. Es gibt verschiedene Stadtteile mit eigenen Altstadtvierteln und Sehenswürdigkeiten. Drei Tage braucht man mindestens zum erkunden und um die Atmosphäre zu schnuppern. Um die Höhenmeter innerhalb der Stadt zu meistern, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Der Klassiker sind natürlich die alten bzw. nostalgischen Straßenbahnen, die zum Teil abenteuerlich durch die Gassen quitschen und rattern.              Straßenbahn   Aufzugskabine Es gibt auch „freundliche“ Standseilbahnen oder futuristische Aufzüge.Aufzug                       Wenn gar nichts mehr geht, dann helfen die bunten, phantasievoll geschmückten Tuk-Tuks.  Tuk-Tuks   Im Stadtteil Baixa steht natürlich der „Praca de Comercio“ – der Palastplatz im Mittelpunkt.Palastplatz  Eleganter Platz mit prächtigen Arkaden. Das weltbekannte Cafe ist hier das A Brasileira.Cafe a Brasileiro do Chiado                  Den Bica (Espresso) trinkt man hier auf die schnelle portugisische Art am Tresen.            Die Igreja do Convento de Sao Domingos ( Name muss man sich nicht merken) fällt durch seine außergewöhnliche Restaurierung auf. Das Erdbeben 1755 und ein Brand 1959 hatten viele Teile dieser Kirche zerstört. Die rußgeschwärzten Wände wurden von den Restauratoren absichtlich erhalten.Igreja do Convento de Sao Domingos Generell muss man für Lissabon festhalten, dass die geschichtliche Entwicklung und die heutigen klammen Kassen dazu geführt haben, dass viele Gebäude gänzlich verfallen oder aber in einem bedauernswerten Zustand sind.maroder Charme Maroder Charme!                                  Im Stadtteil Belem trifft man auf das bemerkenswerteste Bauwerk von Lissabon: Kloster    das Jeronimos- Kloster.Jeronimos-Kloster  Grab von Vasco da Gama Das Grab von Vasco da Gama – der berühmte portugisische Entdecker von Indien!                                                              Ingeburg hatte hier viel Freude, Stefan sah danach so aus.Steinlöwe       Am Ufer des Tejos steht das Fotomotiv schlechthin: der Torre de Belem, ein Verteidigungsturm, der 1580 den spanischen Eroberern als Kerker für unbequeme Patrioten diente.Torre de Belem                             Ebenfalls auf der „Tejo-Meile“ steht das Denkmal der Entdecker. Es hat die Gestalt einer alten Karavelle und vorne am Bug steht kein geringerer als Heinrich der Seefahrer.Denkmal der Entdecker Nach dieser anstrengenden Entdeckungsreise von Moellers ist erst mal wieder Genuss angesagt. Die 1837 gegründete Konditorei “ Pasteis de Belem“ ist da genau das Richtige.Kultcafe Hier ist richtig was los! Kein Wunder, soll es doch hier die besten Natas ( Eierpuddinggebäck) geben; nach alten Rezepten der Mönche des Jeronimos-Klosters hergestellt.Natas Na dann los!du darfst Lecker und alles „du darfst“ :-).            So, morgen fahren wir wieder gen Heimat. Den schönen Norden Portugals machen wir ein anderes mal. Am 16. Juni geht unsere Fähre von Amsterdam nach Newcastle und wir melden uns dann via Blog aus Schottland. Bis dahin bleibt uns treu und „habt euch wohl“.

(Rätsellösung: Ingeburg sitzt in der Mitte ganz rechts mit dem braunen Sonnenhut)

Sagres

Kleines Städtchen am südwestlichen Zipfel von Europa. Der Ort selbst liegt am oberen Rand des kargen Plateaus; meist bläst ein heftiger Wind, der nur niedrige Ginster- und Wacholderbüsche gedeihen lässt – und für die Surfer die reine Lust bedeutet.Surfer                                                          Sehenswert ist der in einem Felsenkessel gelegene Fischerhafen Hafen von Sagres mit seinen bunten Fischerbooten.bunte Schiffchen Highlight ist hier die jeden Nachmittag stattfindende Fischversteigerung. Im ersten Stock des „Cafes“ A Sereia gibt es große Glasfenster zur Auktionshalle, durch die man sieht, für wie viel Euro der Fisch hier den Besitzer wechselt.Fischhalle Der Fisch wird auf dem Laufband gewogen, ein Höchstpreis festgesetzt und dann abwärts gezählt, bis einer der Händler auf seine Fernbedienung drückt – wer dies zuerst tut, bekommt den Fang. Alles sehr aufregend. Fischauktion                             Die Krönung ist die noch sehr authentische, einfache Fischerkneipe von der man das Treiben beim Verspeisen von Meeresfrüchten beobachten kann. Einfach nur schön.Meeresfrüchte                                                              Ca. 6 km westlich von Sagres ragt die felsige Halbinsel Cabo de Sao Vincente weit in den Atlantik hinein. Dort steht der lichtstärkste Leuchtturm Europas.LeuchtturmLinse                    Eine ca. 3,5 m hohe Gürtellinse bündelt das Licht der riesigen 1500- Watt-Birne. Noch in 90 km Entfernung ist das Leuchtfeuer zu erkennen. Die Naturgewalten von der 65 Meter hohen Klippe zu beobachten macht echt Laune.Klippen                                                                 Ein beliebter und gefährlicher Sport in Sagres ist das Klippenangeln.                Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind hier ein Muss.mutige Angler                                                       Weniger gefährlich ist da das Essen der : letzte Bratwurst Nachdem wir den Hund vorgelassen hatten, gab es für die Thüringer Rostbratbratwurst sogar noch ein Zertifikat 🙂Bratwurstzertifikat Nach so einem aufregenden Tag genießt man dann die untergehende Abendsonne besonders.Abendsonne

Lagos

Einer der ältesten Orte der Algarve mit historischer Kleinstadtatmosphäre. Die Geschichte der Stadt ist eng verknüpft mit den Entdeckungsfahrten und dem Bestreben Portugals eine Weltmacht zu werden. Heinrich der Seefahrer rüstete hier seine Flotten aus.            Heinrich der Seefahrer   Sein Denkmal steht auf dem ehemaligen Sklavenmarkt; ganz links übrigens unsere Lieblingsbar „Dois Imaos“.ehemaliger Sklavenmarkt                                                             Dort gibt es die wahren Kleinigkeiten: „Lulas Recheadas“ (gefüllter Tintenfisch).                Aber zurück zur Geschichte 🙂  – König Sebastian, der “ Ersehnte“, war 1573 von Lagos mit 18.000 Soldaten zu einem Afrikafeldzug aufgebrochen, um das Land in Afrika zur Weltmacht zu erheben. 60 Mann sind zurückgekehrt und er blieb verschollen.Ging also voll daneben. Trotzdem stellt eine übermannshohe Statue ihn vor dem Rathaus dar.   König Sebastian    Er sieht für uns eher aus, wie „der kleine Lord“ im Karnevalskostüm oder die Jungfrau von Orleans im Weltraumanzug.                           Ansonsten kann man im Ort schön an der langen Hafenavenida entlangbummeln oder      in den engen Gassen shoppen gehen.               Lagos                                                        SAntonia Kirche      Schöne Abendstimmung bei der Kirche Santo Antonio! Ein absolutes Muss ist eine Wanderung zum Leuchtturm an der Ponte de Piedada. Er steht auf hohen ins Meer ragende Klippen mit ausgewaschenen Grotten.Felsenküste Algarve 2Am Leuchtturm Lagos                                                                Ein wirklich wunderschöne Küstenlandschaft und skurrilen Felsformationen.Felsenküste bei Lagos 1 Man muss schon genau den richtigen Moment abwarten, um ja kein Ausflugsboot oder Kajak auf das Fotomotiv zu bekommen.  Hier noch ein schönes Beispiel für den Massentourismus und der einhergehenden Bausünden. Nach dem Motto: immer möglichst dicht an die Felsenbucht. Bausünden “ Das Meer holt sie alle!“

Serra de Monchique

Nach einem üppigen Abschiedsessen in Form einer Cataplana (Eintopf mit Fisch, Fleisch und Meesresfrüchten) im Hafen von PortimaoCataplana fahren wir etwa 25 km in Richtung Norden durch üppige Gartenlandschaften, Obsthaine und Alleen. Für das Auge ist die Landschaft eine echte Erholung: Korkeichen, Pinien und silbrig glänzende Ölbäume – mit so viel frischem Grün rechnet man im Süden Portugals eigentlich nicht. Entsprechend grün ist dann auch der schöne Stellplatz bei Caldas de Monchique.Stellplatz Gut versteckt: die Rezeption!Schöner Stellplatz in Caldas de Monchique Ein schöner Grillplatz mit Aussicht :-). Eine Rollertour führt uns zum Foia, den 902 m hohen Gipfel des Monchique-Gebirges.Rollertour                                                                                               Sturzfrei besuchen wir die alten Thermalkomplexe von Caldas Thermalkomplex von Caldas                                                                und versäumen es natürlich nicht hiesige Köstlichkeiten zu probieren und einzukaufen.Köstlichkeiten der Berge Von links: “ Medronhomelosa“ – ein Likör von den Früchten des Erdbeerbaumes mit Honig verfeinert, „Aguardente de Medronho“ – ein Obstler mit 48,5 % ebenfalls vom Erdbeerbaum – destilliert von Antonio Maria und seinem Vater Joaquim, daneben leckerer Gebirgshonig, davor zwei Würste von schwarzen Schweinen. Eierbecher und Zierfisch gab es dazu. Übrigens, so sehen die Früchte des Erdbeerbaumes aus: Erdbeerbaum

In Richtung Westalgarve – Portimao

Quarteira und Albufeira sind gut geölte Tourismusmaschinerien, die wegen ihrer ungezügelten Bauwut für uns nicht besonders sehenswert sind. Portimao hat zwar auch wenig ursprüngliches oder historisches zu bieten, ist aber mit seiner schönen Lage am Wasser, seinem neuen Jachthafen in Praia da Rocha und den Klippenformationen an einem der angeblich schönsten Strände der Algarve durchaus einen Besuch wert.Stellplatz Portimao  So denken wohl auch einige andere :-).  Allein der Standort zählt, nämlich direkt neben dem Hafen an der Mündung des Rio Arade.Hafen Portimao                     Strand Portimao ohne                                                            Diese Fotos vom „Strand der Felsen“ findet man in Jedem Prospekt über Südportugal, wobei die scheußlichen Hotelburgen gerne vertuscht werden. Das obige Bild etwas nach unten und nach links verrückt sieht gleich ganz anders aus, leider!Strand Portimao mit                                                               Also dann doch lieber schöne Felsformationen.Felsenküste Portimao 1Felsenküste Portimao 2Felsenküste Portimao 3

Olhao – Faro

Olhao ist ein lebendiges Fischereistädchen mit weiß gekalkten Häusern und zwei schönen Markthallen direkt an der Promenade.Markthallen von Olhao Eine ist für Fleisch, Obst und Gemüse Gemüse-Obsthalle     und die andere Halle,                         wie sollte es anders sein, für Fisch.     Fischhalle     Hier macht das Einkaufen wirklich Spaß, die Menüfolge für den Abend entsteht meistens erst an den Verkaufsständen. Nach dieser Anstrengung kann man sich in einem der Cafes mit schönem Blick auf das Haff und den neuen Jachthafen erholen.Sonnenblender                                                              Wenn die Sonne nur nicht immer so blenden würde 🙂 !                                                    Die Fischspezialität hier in Olhao ist Raia Alhada – Rochen in einer Knoblauch-Essig-Soße. Gekocht im Topf mit  Kräutern und Kartoffeln. Ein kulinarischer Highlight !     Leider haben wir vor Aufregung vergessen ein Foto zu machen, sorry.                            Einen schönen Ausflug per Bahn! haben wir nach Faro gemacht. Viele Algarve-Touristen kommen via Faro-Airport ins Land und verschwinden meist in Richtung Zielort. Ansonsten herrscht hier beschauliche Kleinstadtatmosphäre. Arco da Vila – das Tor zur Altstadt:Arco da Vila     Man beachte die vielen Storchennester!                                                                                                                                             Blick vom Glockenturm der Kathedrale:Faro  Und so sieht es innen aus:    Kathedrale von Faro

Portugal – Algarve

Nur wenige Kilometer hinter der spanischen Grenze bleiben wir gleich in Tavira hängen. Eine kleine historische Stadt in der Ostalgarve mit viel Atmosphäre.Römerbrücke TaviraTavira 1Tavira 2                                                           Tavira war früher die „Thunfischhauptstadt“ von Portugal. Thunfischfang Wer kennt sie nicht, die grausam anmutenden Bilder von eingekesselten Thunfischen. 1881 wurden in der Algarve noch 43.000 Stück gefangen. In den 1960er-Jahren waren es nur noch etwa 500 pro Fangsaison. Nachdem 1971/72 nur noch je ein verirrtes Exemplar seinen Weg in das Labyrinth der Stellnetze fand, wurde der Fang eingestellt. Die übergroßen und schweren Anker, an denen die endlosen Kilometer von Netzen am Meeresboden befestigt wurden, findet man jetzt auf dem „Ankerfriedhof“ .  Ankerfriedhof                                                               Nur 3 km westlich von Tavira liegt das kleine Fischerdorf Santa Luzia. Promenade von Santa Luzia     Einfach nur schön. Ruhig und beschaulich kann man hier die Sonne, Meeresfrüchte und Vino Verde genießen.             Um 2 Uhr nachmittags geht kurz die Sirene und dann werden am kleinen Hafen Tintenfische (Polvo) versteigert.Kraken, Pulpen                In den Restaurants gibt er den Ton an, Polvo gegrillt, paniert, gekocht, am Spieß, im Salat, im Eintopf und, und, und …. Kult ist hier das Casa do Polvo. Hier serviert Nicole aus Frankfurt, (seid 25 Jahren in Portugal) die Köstlichkeiten und hat manch interessanten Tipp für die Zubereitung von Tintenfischen.Casa do Polvo                                                                  Der Wohnmobil-Stellplatz liegt direkt an den Salzwiesen hinter dem Meer.Blick aus Womo Hier fließt der Tag im wahrsten Sinne des Wortes an einem vorbei. Mit Ebbe und Flut kommen viele Meeresvögel und die blühenden Pflanzen verbreiten eine würzige Luft. Zum Strand geht man 30 Minuten zu Fuß oder man nimmt die „Bahn“.     Salzwiesenlok                                  Anstehen muss man hier nicht und der fast menschenleere Strand ist ein Genuss. Wir sind jetzt schon zwei Wochen hier und wissen wirklich nicht, wann wir uns aufraffen, dieses Idyll zu verlassen und weiterzufahren :-).Strand