Victoria – Great Ocean Road

Südaustralien verabschiedet sich von seiner schönsten Seite. Ein Scenic Drive bei Beachport läßt schon erahnen, was auf uns zukommt.Scenic DriveRivoli Bay Badebucht pur: die Rivoli Bay                 Kurz vor der Staatsgrenze Victorias liegt Mount Gambier am Ufer eines Vulkankegels, von dessen drei Kraterseen der Blue Lake der schönste und größte ist (204 m tief). Er versorgt die Stadt mit Trinkwasser und leuchtet im Sommer in tiefblauen Farben.Blue Lake

Für uns die bisher schönste Strecke in Australien: die Great Ocean Road in Victoria. Eine Cruising-Route erster Güte! Der westliche Küstenabschnitt bis Cape Otway trägt auch den schauerlichen Namen Shipwreck Coast und das nicht ohne Grund: Über 200 Schiffswracks hat man bisher entdeckt, über 700 Schiffsunglücke sind verzeichnet.Bay of Islands Bay of Islands                                 Immer wieder gibt es spektakuläre Felsformationen zu entdecken.no nameKatyArcheLondon Bridge           Diese Felsformation bestand ursprünglich aus einem Doppelbogen – ähnlich dem einer Brücke – , wobei jener Bogen, welcher die Verbindung zur Küste darstellte, 1990 auf Grund von Erosion einbrach. Zwei schockierte Touristen, die sich just zum Zeitpunkt dieses Naturschauspiels auf dem meerseitigen und nunmehr vom Festland abgeschnittenen Felsen befanden, mussten mit dem Helikopter gerettet werden. So wurde aus der Felsbezeichnung : London Bridge ein London Arch und wahrscheinlich aus zwei mutigen, neugierigen Touristen zwei nervöse, mit Albträumen geplagte Menschenkinder.selfie  Hier zwei mutige, neugierige Touristen!

12 Apostles Ursprünglich nannte man diese Kalksteinformationen „Sow and Pidgets“ (Sau und Ferkel), Mitte des 20. Jh. allerdings entschied man sich für die biblische  Bezeichnung „Twelve Apostels“.   12 Apostles 2                                                          Mittlerweile sind einige Säulen ab – oder eingebrochen.               Stefan

Der Port-Campbell-Nationalpark geht direkt in den Great- Otway-Nationalpark über und die felsige Küstanlandschaft verwandelt sich in einen tiefgrünen Regenwald mit sanften Hügeln. Ein Abstecher zum ältesten Leuchturm auf Australiens Festland darf nicht fehlen – Cape Otway Lighthouse.Cape Otwaywindige Ecke  Eine windige Angelegenheit – Hauptsache die Frisur sitzt. Auf dem Rückweg übernachten wir auf einem Bushcampingplatz mit vielen Eukalyptusbäumen und ……? Ja, Koalabären.Koala 1 „Oh, nicht schon wieder Touristen!“Koala 2Koala 3 Man kann sich an diesen knuttligen Beuteltieren (sind ja keine Bären!) nicht sattsehen. Das Wort „Koala“ stammt von den Aborigines und bedeutet so viel wie „kein Wasser“. Sie trinken in der Tat nur sehr wenig Wasser und dösen die meiste Zeit des Tages in den Eukalyptusbäumen. Dessen Blätter stellen die bevorzugte Nahrungsquelle dar und sind sehr schwer verdaulich, wodurch sich die Energiegewinnung entsprechend wenig effizient gestaltet. Also Sparmodus und 18 Stunden am Tag schlafen. Außerdem sollen die Blätter eine narkotisierende Wirkung haben.Koala 4                                                   Es machte uns unheimlich Spaß durch den Wald zu laufen und die „Fellkugeln“  im Geäst zu suchen. Stefan hat übrigens 4:3 gewonnen! Wenn die Population allerdings überhand nimmt, dann sehen die Wälder so aus:Koalaschäden

Im Küstenort Kennett River war „Camping at the Beach“ angesagt. Das Wasser der Tasmanischen See ist seeehr erfrischend.Erfrischung Surfer Andere hatten noch mehr Spaß.              Der Campingplatz war in fester Hand von Kakadus und Papageien verschiedenster Gattungen. Er war besonders frech!frecher Besuch      Er bediente sich, völlig selbstverständlich, an Ingeburgs geliebten Mandeln.Ingeburgs Mandeln                           Fotoshooting Er war der Begrüßungskoala vom Platz!

South Australia – Teil 2

Über die Inlandsroute fahren wir durch schier unendliche Getreidefelder zum Barossa Valley, der wohl bekanntesten und auch bedeutendsten Weinbauregion Australiens. Die Farben beige, ocker und blassgelb werden auf einmal durch das satte Grün der ersten Weinhügel unterbrochen.Barossa Valley              Das Landschaftsbild ändert sich gravierend. Die Ortseinfahrten, wie hier in Tanunda, werden immer feudaler und zeigen einem den Reichtum dieser Gegend. Ortseinfahrt Tanunda                                                                 Der 57 km lange “ Barossa Scenic Heritage Drive“ führt einen durch das weitläufige Tal ( wie die Weinstraße in der Pfalz). In vielen Namen und Bezeichnungen der 36 Weinbetriebe und rund 50 Weinkellereien blieben die deutschen Ursprünge bis heute erhalten. Der Schlesier Joseph Seppelt kaufte 1851 Land, um Tabak anzubauen. Sein Versuch war wenig erfolgreich und so wandte er sich dem Weinbau zu. Mit großem Erfolg, wie man sieht!                                    Seppels Alleen                                                             Die Straßen zu seinem Weingut sind mit Palmen gesäumt.  Blick in die Ferne                                                             Die Seppelt Vinery zählt zu den größten und schönsten im Tal.Weingut 1Weingut 2 Nicht kleckern, sondern klotzen. Probierstube   Die „Probierstube“ !                          100-jährige Weine können hier erstanden werden, alledings zu horrenden Preisen.      Nach einem ausgezeichneten Mittagslunch ließen wir uns doch zum Kauf eines Rießlings aus dem Jahr 2017 hinreißen.                                                                       Nur knappe 50 km südöstlich liegt eine der Großstädte Australiens: Adelaide.            Hier erinnert vieles an die europäischen Einwanderer. Breite, baumgesäumte Straßen, großzügige Gehwege, erhabene viktorianische Gebäude und weitläufige Parks rings um die Stadt.Adelaide 1Adelaide 2ArkadeKunst in Adelaide Natürlich kann man hier in den Malls und seinen Arkaden shoppen bis die Füße abfallen. Die Schweine in der Fußgängerzone erinnern uns an die Skulpturen in der Sögestraße in Bremen; nur das diese hier „wilde Sau“ spielen.Sögestrasse                                                             Ein Bremer Schwein würde das niemals tun :-).                                                                  Die umliegenden Parks bieten einen Hort der Ruhe und Besinnung. Farbe Galah                                                         Wenn diese Schreihälse nicht immer da wären. Dagegen klingen unsere Krähen schön.

Der Küstenort Glenelg liegt südlich von Adelaide und hat den beliebtesten Strand der Stadt. Die Promenade wurde neu gestaltet und lädt zum flanieren ein.Hafen von Glenelg   WetterJedoch nicht bei diesem Wetter!           Ein schöner Abstecher ist der “ Fleurieu Way“ auf der gleichnamigen Halbinsel. Entlang der „Wine Coast“ parallel zum Weinanbaugebiet des McLaren Vale passiert man zahlreiche Strände und hat herrliche Ausblicke auf die Küste.Fleurieu PeninsulaCape Jervis                                                          Cape Jervis – Ausgangspunkt für Ausflüge nach Kangaroo-Island.                               Der Coorong National Park verläuft 145 km entlang des Princess Highway. Die lang gestreckte Salzwasserlagune mit vorgelagerten Sanddünen trennt die Straße vom Ozean. Bekannt ist der Coorong für seine großen Pelikane.Pelikane                                                          Dieser Trupp schipperte gemächlich vor unserem Wohnmobil-Stellplatz vorbei.Abendstimmung Abendstimmung!                                Auf unserer Weiterfahrt sehen wir auch endlich wilde Kamele!wilde Kamele                                                          Kingston hat sich ganz dem Hummerfang verschrieben – wie man schon am überdimensionalen Stahlhummer am Orteingang sehen kann.Lobsterland Das Angebot an diesen Langusten (genaue Bezeichnung!) war aber eher kümmerlich und unverschämt teuer. (das Stück über 70 ,– €)                    Auf dem Campingplatz in Beachport mit schönem Meesresblick werden wir eine Ruhepause einlegen.Beachport bei Sonne

South Australia – Teil 1

Nach 240 km biegen wir in Erldunda wieder auf unseren geliebten Stuart Highway, tanken und fahren locker in Richtung Adelaide.Entfernungen                                                             Gibt es in Europa eigentlich irgendwo vierstellige Entfernungsangaben?                   Nach 100 km heißt es :Welcome                        Die Fahrt in Richtung Süden vergegenwärtigt einem wieder die unvorstellbaren Ausmaße dieses Kontinents. Ausblick bis zum Horizont, rechts und links Niemandsland, vor und hinter dir mal ein! Fahrzeug und das über Stunden.                                   Irgendwann tauchen merkwürdige Termitenhügel auf.menschliche Termiten Die „Termite Mensch“ ist hier am wühlen. Und das ist der Grund. Opalfelder

Etwa 40 km vor der Opalstadt Coober Pedy fangen diese Felder an. Die Aborigines nannten den Ort „kupa piti“, was so viel heißt wie „Weißer Mann im Loch „. Seit 1915 wird hier gefördert; ca .80 % aller weltweit produzierten Opale stammen aus Coober Pedy. Nur wenige Minen können überirdisch ausgebeutet werden. Meist werden Löcher in die Erde gesprengt, aus denen der Abraum per „Staubsauger“ zu den charakteristischen Maulwurfshügeln aufgehäuft wird. Die Löcher sind tief und werden nicht wieder aufgefüllt.Danger                      Natürlich lassen wir es uns nicht nehmen, 12 Meter tief hinabzusteigen, um selbst einmal zu schürfen.  Onkel Toms Hütte     OpalsüchtigeHab was gefunden            „Ingeburg, ich glaube hier ist was!“ Danach hing dieses Schild :-).fündig geworden  Der Ort selbst ist wirklich nicht schön, aber originell. Coober Pedy                                                           Zum Schutz vor der glühenden Hitze wohnen die Einwohner oft in sogenannten “ Dug Outs“, unterirdische Wohnhöhlen, deren Sandstein die Temperatur sommers wie winters bei ca. 22 Grad hält. Bei zusätzlichem Raumbedarf sprengt man sich einfach ein Zimmer dazu. Es gibt ein Underground Bed & Breakfast, ein Underground Hotel, Underground Kirchen und Underground Restaurants, sogar einen Underground Zeltplatz! Leider keinen Wohnmobilplatz :-(.Hotel Hier geht es zur Hotelbar!                      Unser Weg führt uns weiter gen Süden, vorbei an weitläufigen Salzseen, Salzsee                                                             zur „Crossroad of Australia“ –  Port Augusta.Port Augusta Die Stadt liegt an der Spitze des Spencer Gulf und man merkt sofort das gemäßigte Klima. Nachts kühlt es ab und tagsüber herrschen angenehme 25 – 28 Grad. Wir gönnen uns aber noch einen Abstecher in das Inland zum Ikara-Flinders Ranges National Park. Vorbei an der alten Railway Station (1917) von Quorn Quorn fahren wir zum Wilpena Pound. Die Landschaft verändert sich schlagartigFlinders Ranges und viele Pflanzen und Tiere finden hier ein geschütztes Zuhause. Besonders hoch ist hier die Anzahl von EmusEmus und Kängurus. Kängurus                                                              Wo Schatten unter den Bäumen war, befand sich meistens auch ein Beuteltier.Schattenkänguru                                                              Ein absoluter Insidertipp ist das historische Prairie Hotel in Parachilna von 1876.Prairie Hotel                                                            Das Restaurant ist vielfach für seine Outback-Spezialitäten ausgezeichnet worden. So etwas lassen wir uns natürlich nicht entgehen, zumal daneben ein kleiner Campingplatz angeschlossen ist.                                                                         .Outback-Köstlichkeiten  Dreierlei vom Grill – Känguru, Emu und Kamel! Letztere wurden übrigens 1840 nach Australien gebracht, um bei der Erschließung des Binnenlandes zu helfen. Bis etwa 1920 wurden die einhöckrigen Dromedare beim Bau von Eisenbahnen und Straßen verwendet und schließlich überflüssig . Die Kamele wurden dann buchstäblich in die Wüste geschickt. Ohne natürliche Feinde haben sie sich dort munter vermehrt und heute weist das Land die größte Population wilder Kamele weltweit auf. Mit Bier vom Fass endet der Abend mit einem schönen Sonnenuntergang lonesome Rider

Northern Territory – Teil 2

Auf dem langen Weg in Richtung Süden befinden sich die berühmten Devils Marbles. Die gigantischen Felskugeln liegen unweit vom Highway herum und sind eine willkommene Abwechslung um die müden Beine zu vertreten und herumzukraxeln.Devils Marbles 1Devils Marbles 2Devils Marbles 3                                                             Für die Ureinwohner stellen die „Murmeln“ die Eier der Regenbogenschlange dar. Ingeburg hat gerade ein Ei gespalten! KugelspalterKugelrund                                                            Man sollte es kaum glauben, die Hügel der Range gehören zu den wasserreichsten Gebieten Zentralaustraliens – über 50 Wasserlöcher befinden sich hier.

Wir fahren immer wieder durch abgebranntes Buschland. Buschbrand  Zum Teil qualmen die Baumstümpfe noch. Zum Glück blieb uns bisher der direkte Feuerkontakt erspart. Fakt ist, dass die Natur diese Feuer auch braucht, um sich zu regenerieren.                                            Vor Alice Springs wird die Erde an den Straßenrändern immer roter.rote Erde                                                             Die Stadt selber ist Ausgangspunkt für Ausflüge ins “ Red Centre“, dem roten Zentrum des Landes. Von hier bis zum Ayers Rock sind es aber noch mal eben 460 km !           Er stellt für die meisten Australienreisenden den Hauptgrund für den Besuch des Landesinneren dar. Die Ureinwohner betrachten den Berg als ihr traditionelles Eigentum.1985 einigte man sich schließlich mit den Anangu-Aborigines und gab ihnen den Uluru (in der Sprache der Anangu) zurück – was allerdings den geläufigen Namen „Ayers Rock“ (1863 -1873 5 x Premierminister von Südaustralien) nicht verdrängen konnte.  Im Gegenzug haben die Ureinwohner den Felsen für 99 Jahre zur touristischen Nutzung verpachtet. Für Fotografen bietet der Ayers Rock einzigartige Möglichkeiten. Aufgrund des Eisengehalts im Stein schimmert der Fels stets rötlich, besonders dramatisch mit der auf- und untergehenden Sonne.  Der Sonnenuntergang fiel bei uns wegen Wolken aus. 5.53 Uhr Sonnenaufgang!  Müde und doch leicht aufgeregt geht es mit zig anderen Touristenfahrzeugen zum Sunrise-Point. Und das ist dann die Belohnung!Sunrise Uluru                                          Dieser Felsklotz ( 348 m hoch, Umfang 8,8 km und 3,4 km lang) hat schon etwas mystisches. Am nächsten Morgen stehen wir wieder um 5.00 Uhr auf um den Uluru Cicuit Walk von 10 km zu machen. Es ist ein beeindruckendes Erlebnis – bei kühler, morgentlicher Stille die heiligen Stätten (Höhlen, Wasserlöcher und Felsformationen) am Fusse des Berges abzuwandern.Base Walkdie Wellefremde WeltenImpressionenWalgesicht„Don`t climb the Uluru!“ Das Besteigen des heiligen Berges ist für die Ureinwohner ein Tabu. Die ausliegende  Petition haben wir gerne unterschrieben. Die Olgas (Kata Tjutu) befinden sich 32 km westlich des Ayers Rock und sind mit 40km2 ungleich größer. Die 36 Felskuppeln sind ebenfalls sehr fotogen und es geht dort deutlich ruhiger zu als am markanten Uluru.die Olgas                                                              Hier sind wir in eine tief eingeschnittene Schlucht gewandert – „the Olga Gorge Walk“.in den Olgaszwischen den Olgas Zur Mittagszeit war dies eine heiße Angelegenheit. Dafür haben uns „die Olgas“ Abends einen tollen Sunset geboten.SunsetSunset Olgas

Northern Territory – Teil 1

Wir fahren und fahren und fahren ins Northern Territory. Die Landschaft ist nicht gerade abwechslungsreich, dafür hat sie aber unendliche Weite.einsame Landschaft                                                   Die Straßenränder sind gesäumt von totgefahrenen Kängurus. Manchmal muss man schon zickzackfahren, um nicht auf die Kadaver draufzufahren. Die Roadtrains räumen in der Nacht mit ihren Bullfängern alles weg. Für die Raubvögel ist morgens der Tisch reichlich gedeckt. Wie die Geier sitzen sie dann scharenweise auf den toten Tieren.

Eines sollte man hier nicht aus den Augen verlieren – die Tankuhr! Road HouseDas nächste „Roadhouse“ kann sehr weit weg sein und hat eventuell keinen Diesel ! Ganz mutig wird von uns auch mal ein „Roadtrain“ überholt. Eine spannende, 53 Meter lange, Abwechslung.Überholen                                                                 Wir knacken die 40 Grad – Marke. 40 Grad      Nach drei Tagen Fahrt und etwa 1.500 km biegen wir ab in den Litchfield National Park. Hier bieten die Florence Falls die Möglichkeit sich abzukühlen.Florence Falls Auf dem Weg dorthin entdecken wir am Straßenrand riesige Termitenhügel. Es handelt sich dabei um die sogenannten „Kompasstermiten“, die ihren Bau streng nach der Sonnenstrahlung (in Nord-Süd-Richtung) ausrichten und deren Hügel nur oberirdisch gebaut sind.Kompasstermiten Dies ist kein Friedhof!Termitenbau Es gibt übrigens ca. 200 Termitenarten. Die Hügel dieser Art reichen noch einmal genauso weit in die Erde hinein.

Je weiter wir gen Norden kommen, um so mehr spüren wir die zunehmende Luftfeuchtigkeit. Sie kann im „Top End“ Darwin locker 100 % erreichen und der typische Darwinese bewegt sich normalerweise untertags nur in klimatisierten Räumen. Die Nicht-Einheimischen, also wir, erkennt man vor allem daran, dass sie viel zu schnell laufen oder sich zu „Unzeiten“ draußen aufhalten. So wie wir :-).Darwin Die Stadt hatte nicht so viel zu bieten, vielleicht lag es aber auch am Klima! Sehr eindrucksvoll und informativ ist das klimatisierte „Museum and Art Gallery of the Northern Territory“. Hier wird nicht nur die tropische Flora und Fauna dargestellt, sondern auch schöne Kunstgegenstände der Aborigines. Das ausgestopfte Krokodil „Sweetheart“ ist das größte jemals im NT gefangene. Sweetheart                               Gekoppelt ist die Kunstgeschichte der Aborigines mit ihrem Leidensweg, der 1788 mit dem Eintreffen der ersten Sträflingstransporte der Briten und der dann folgenden Siedler begann. Was folgte waren Völkermord und Zwangsmissionierung. Heute sieht man viele Aborigines herumlungern, betteln oder Alkohol trinken. Wer vermeintlich die Kurve gekriegt hat, betätigt sich künstlerisch oder ist in der Tourismusbranche tätig (also nicht nur Boomerang werfen oder das Didgeridoo blasen). Sicherlich gibt es Ausnahmen, aber wir haben diese Entwicklungen/Zustände leider immer wieder auf unseren Reisen erleben müssen. Kunst       Die Aborigines kennen nicht den Begriff des Eigentums, stattdessen sehen sie sich als Hüter des Landes. Das passt natürlich so gar nicht in das Weltbild des „weißen Mannes“. So, genug kritische Worte, aber das Thema hat uns sehr beschäftigt und ihr sollt ja daran teilhaben.

Ein absolutes Muss ist hier oben ein Abstecher in den Kakadu National Park. Die Fahrt durch den Park war für uns eher langweilig, da leider viele Sehenswürdigkeiten nur mit 4WD anzufahren sind. Die Bootstour in der Yellow-Water-Lagune war aber ein echter Höhepunkt. Abfahrt um 6.20 Uhr. Der Morgen ist noch relativ kühl und die Tierwelt hellwach. Schon nach dem Ablegen hatte man uns fest im Blick. Im Blick                                                           Überall prächtige, gefährliche Leistenkrokodile („Salties“).Zahnreihenich sehe dich                                                                 Die Ufer sind ein einziger Urwald mit Mangroven und vielen WasserpflanzenYellow Water Wetlands 2Yellow Water Wetlands 1 Wasserlilien                                                            und bieten natürlich auch anderen Tieren einen unberührten Lebensraum.            Kingfisher Kingfisher mit LilieKrokodilblume „Ich mag auch Blumen!“   Nannoeffekt Nanoeffekt Lillyhopper Der “ Lilyhopper“Wasserbüffel WasserbüffelAdler mit Wels                                                    Weißbrust – Seeadler mit frischgefangenem Wels                                                         Den größten Auftritt hatte aber dieses Krokodil, als es sich neben unserem Boot einen fetten Barramundi ( unser Lieblingsspeisefisch!) schnappte und diesen 60 cm langen Brocken dann auf dem Festland komplett verschlang. ( ohne Beilage!)Kroko mit Barramundi    Ein wirklich erlebnisreicher Ausflug!

Der Tag endete auf dem Campingplatz in Mataranka und seinen heißen Quellen. Bei 38 Grad in 34 Grad warmes Wasser ? Warum nicht ! Das Becken liegt mitten in einem dichten Palmenwald und das Wasser ist herrlich klar und warm.Hot Springs  Die Krönung aber war, dass die Palmen und Bäume vollhingen mit „Little Red Flying Foxes“, also einer Flughundart.Flying FoxLiitle Red Flying Fox                Man planscht also am Beckenrand und beobachtet dabei hunderte von diesen „Batmans“. Wirklich krass.

Jetzt fahren wir erst einmal ca. 1.600 km in Richtung Ayers Rock. Dann folgt der nächste Bericht.

Queensland – Teil 3

Port Douglas ist der Prototyp eines tropischen Refugiums – ein wunderbarer Palmenstrand, exotisch gestaltete Unterkünfte und eine ausgezeichnete Gastronomie, dazwischen lächelnde Gestalten mit Flip-Flops und Shorts. Wir nehmen den entspannten Lifestyle gerne an und genießen am Abend die Pubszene mit Livemusik. Absolut sehenswert ist die St. Mary`s by the Sea, eine kleine weiß getünchte Holzkirche.Kirche                                            Besonders schön ist der Blick zum Altar mit Aussicht auf das Meer!Altarausblick          Touristische Hauptattraktion sind aber die Fahrten zum Great Barrier Reef und den Lower Isles. Wir entscheiden uns für die Ausflugstour mit dem Highspeed-Katamaran von Quicksilver.Powerkatamaranmit 27 Knoten gen Reef                                                               Mit 27 Knoten geht es 90 Minuten lang zum Outer Reef. KarteLow Island Vorbei an den Lower Isles.                 Am Ziel empfängt uns eine komfortable Platform mit Tauchequipment, Duschen, Unterwasserbooten und klimatisiertes Lunchbüffet.Platform    Erst mal zwängen wir uns in die Lycratauchanzüge zwecks Sonnenschutz! Quallen hat es hier nämlich keine :-).TauchanzugSchnorcheln               Und ab geht es ins warme Wasser. Viele bunte Fische! Der Begrüßungsfisch – 80cm lang!Bgrüßungsfisch                                               Fische, sogar Meeresschildkröten, haben wir reichlich gesehen, aber die vielgepriesene, bunte Artenvielfalt des Riffes war doch eher enttäuschend. Grauweiß mit vielen abgestorbenen Armen. Man sah in erschreckender Weise den schlechten Zustand dieses Naturphänomens. Das Thema wird von den Veranstaltern nicht erwähnt oder thematisiert, eher verharmlost – frei nach dem Motto, wenn die Wassertemperatur wieder runtergeht, blühen die Riffs auch wieder auf. Na, dann warten wir mal auf die Abkühlung :-(.  Mit der Fähre geht es über den Daintree – River.Fähre über den Daintree River                                                        Schön an Bord bleiben, weil es hier wieder sehr viele Krokodile gibt.lecker Happen Unser Weg führt uns zum „Cape Trip“.  ( Cape Tribulation – Kap des Trübsals)  Die Straße windet sich durch dichten Regenwald, die Fahrt selbst wird zum Erlebnis.Dschungelfahrt Im Daintree Discovery Centre kann man auf hochgelegten Wegen und Stegen durch den Regenwald wandern. Auf einem Turm mit Plattform auf Höhe der Baumwipfel sieht man die unterschiedlichen Vegetationszonen mit ihrer Tierwelt.Dschungelturm                                       Ein besonders angenehmer Stopp ist bei der Daintree Ice Cream Company.Das Eis aus exotischen Früchten ist nur lecker und jede Sünde wert.tropisches Eis StAusblick Alexandra Lookoutperfekter Strand                                                      Strände wie von der Postertapete – Thornton BeachInselStrandidyll Cape  Tripulation und seine MangrovenMangroven                                                            Hier verstecken sich wieder unsere „Freunde“ – die Crocs.  Der Weg in Richtung Süden führt uns in die Tablelands – das Hochland im Nordosten Queenslands. Hier fliehen vom schwülen Wetter die genervten Küstenbewohner in das angenehme Gefilde des Hochplateaus.roter Baum Ein roter Baum!                                          Eine willkommene Abwechslung bietet der „Waterfall Circuit“.Wasserfall 1Wasserfall 2   So, nun heißt es Strecke machen. Wir wollen nach Darwin – nur 2.370 km entfernt! Mindestens vier Fahrtage liegen jetzt vor uns und das bei Temperaturen von 35 – 38 Grad! Die ersten Warnschilder in Sachen Roadtrains begrüßen uns.WarnschildRoadtrain Es gibt sogar Tankzüge mit vier Hänger! Begegnungsverkehr                                                                Und so begegnet man sich, wenn die Straße plötzlich mal enger wird.enge Strecke                                                                  Er kam uns „Gott sei Dank“ nicht entgegen!Extrabreit Ansonsten fährt man stundenlang hunderte von Kilometern geradeaus. Bloß keine Panne haben!Blick für Stunden                                                         Einzige Abwechlung sind Termitenhügel am StraßenrandTermitenhügel und deren lustige „Verkleidung“.Verkleidung 1Verkleidung 2     Der nächste Bericht kommt aus dem “ Northern Territory“. Dort soll es noch wärmer sein, bei noch mehr Luftfeuchtigkeit. Juhuu!!!