Im Norden Portugals

An der Küste im Norden von Porto geht es wieder beschaulicher zu. Ein circa 5 km langer Radweg aus Holzbohlen führt uns direkt am Meer durch die Dünenlandschaft nach Vila do Conde.Radweg durch die Dünen                            Da macht das Fahrradfahren so richtig Spaß. BrandungsblitzeNachschub Meeresfrüchte                                                             Der Nachschub an Meeresfrüchten scheint auch gesichert :-). Nicht ohne Risiko – die „Ernte“ von Muscheln und Krebsgetier in der Brandung auf glitschigen Felsen. Unterwasserwelt                                                             Bei Ebbe zwischen den Felsen herumklettern und kleine Mikrowelten beobachten, läuft bei Stefan immer noch unter „Jugend forscht“.                                                                 Der hübsche Fischer- und Badeort Vila do Conde liegt am Fluss Ave mit malerischem, kleinem Hafen.Vila do Conde                             Barcelos ist das Zentrum des nordportugiesischen Kunsthandwerkes. BarcelosBarcelos 2                 Der Wochenmarkt lädt zum herumstöbern ein. Hier verkaufen die Handwerker der Gegend Töpfergeschirr, geflochtene Körbe, Möbel, Schnitzereien und gewebte Wandteppiche. Also alles Dinge, die ein Wohnmobilist zwingend braucht :-).               Der bunte Barcelos-Hahn aus Ton ist ein sehr beliebtes Mitbringsel.Barcelos-Hahn Natürlich die kleineren Varianten !                                     Bei seinen lebenden Artgenossen auf dem Markt ging es weniger bunt zu .Markt 1                                                            Wer den Norden Portugals bereist, sollte unbedingt einen Abstecher in den Peneda-Geres-Nationalpark machen. Eine weitgehend unberührte Landschaft mit dichten Wäldern und tief eingeschnittenen Tälern. Hier gibt es uralte Eichen, kristallklare Flüsse und Stauseen. Bei großer Hitze genau der richtige Aufenthaltsort.Stausee                                                          Eine schöne Rollertour bringt uns zum tiefblauen See im grünen Tal von Geres. Hier gibt es sogar kleine Strände und herrliche Badegelegenheiten.See bei Geres

Porto

Die wichtigste Industriestadt des Landes. Die meisten Fabriken stehen, Gott sei Dank, außerhalb der Stadt und fallen den Besuchern wenig ins Auge. Am interessantesten ist die Altstadt im engen Douro-Tal mit der imposanten, zweistöckigen Luis-I-Brücke (1886).Ponte D. Lius Die Rabelos, die historischen Portwein-Kähne, erfreuen heute vor allem das Auge des Fotografen.Altstadt Porto 1                                                             Die mittelalterlichen Altstadthäuser stützen sich gegenseitig, um nicht umzufallen.Altstadt Porto 2 An den Fassaden kleben grün berankte, schmiedeeiserne Balkons, davor flattert die aufgehängte Wäsche im Seewind oder die Portugalflagge für die Fußball-WM.Altstadt Porto 3 An den Cais da Ribeira, den renovierten ehemaligen Hafenkais, tobt das Leben.von obenCais da Ribeira                                                          Auch in Sachen „öffentliche Verkehrsmittel“ hat sich einiges getan: früher Straßenbahn heute:Tuktuk Elektro-TukTuk                             Absolut sehenswert ist die mit Azulejos ausgeschmückte Vorhalle des Bahnhofs S. Bento.Bahnhof                                                   Da hat es die moderne Kunst aus Schrott schon schwer :-).Schrottdeko Natürlich gibt es auch in Porto historische Gebäude ohne Ende – Kirchen, Kathedralen, Klöster und, und, und…..  Camara MunicipalJungbrunnen Am „Jungbrunnen“                                 Auf der gegenüberliegenden Flußseite der Altstadt liegt Vila Nova de Gaia. Dort in den Lagerhallen und Kellern wird der starke Portwein gemischt und gelagert, Früher noch mit den Krähnen transportiert, heute mit unromantischen Tanklastern. Eine Portweinprobe ist hier natürlich ein Muß.Portweinprobe Es gibt weißen, rosa und roten Portwein, süße und herbere Sorten in unterschiedlichen Faßgrößen und Reifegraden. Danach ist der Tag – ein wunderschöner Tag – eigentlich gelaufen :-).

Vom Land der Tempelritter zum Haff von Aveiro

In Richtung Nordosten kommen wir in das Land der Templer. Auf einer kleinen Anhöhe erhebt sich die Stadt Tomar, durch die sich der Fluss Nabao windet.Tomar                                                          Umgeben von Grünanlagen findet man hier eine jahrhundertealte Konstruktionsweise eines Wasserrades mit mehr als 50 Tongefäßen.Wasserrad  Immer wieder schön anzusehen – die bunten Fliesen an jeder Hausecke mit den Namen der Straße.Straßennamensschild                                             Beschauliche Altstadt mit den schwarz-weißen Rauten der Praca da Republica.Tomar Marktplatz                                                            Über der Stadt thront die mächtige Klosterburg “ Castelo dos Templarios e Convento de Cristo“ – das Bollwerk der Tempelritter gegen die Mauren. Castelo dos Templarios 3Castelo dos Templarios Das Kloster steht auf der UNESCO – Welterbeliste und ist Ruhestätte verschiedener Ordensritter.Castelo dos Templarios 2                                                            Bei der großen Anzahl von Kreuzgängen konnte man sich hier echt verlaufen.Kloster innenBlick nach unten                                                Die älteste Universitätsstadt Portugals ist Coimbra.Universität von Coimbra Die Universität liegt auf einem Hügel und von weitem sieht man den bekannten Uhrturm, dessen Glocke früher die Studenten zu den Vorlesungen rief. Besonders sehenswert ist die prächtige alte Bibliothek mit ihren 57.000 Büchern. Leider ist das Fotografieren im Inneren nicht erlaubt. In der Bibliothek leben tatsächlich Fledermäuse! Sie ernähren sich von Insekten, insbesondere von Motten und schützen so die Bücher vor deren Befall.                     Nach der anstrengenden Besichtigung haben wir uns eine Kaffeepause im kühlen Kirchengewölbe des „Cafe Santa Cruz“ verdient.Cafe Santa Cruz                                                                 Wir fahren wieder in Richtung Atlantik und stoßen bei Aveiro auf ein riesiges Haff. Hier liegt zwischen Lagune und Meer das kleine Dorf Torreira mit seinem „romantischen“ Hafen voller motorisierter Moliceiros.Hafen von TorreirasMoliceiros                                                              Früher wurden die schweren Netze mit Ochsen und menschlicher Kraft eingeholt; heute werden sie per Traktor an Land gezogen.Hafen von Torreiras bei Nacht Die Lagunenstadt Aveiro wird auch das Venedig Portugals genannt. Bei drei Kanälen erscheint dies doch etwas übertrieben :-). Hier werden viele Moliceiros – das Wahrzeichen der Stadt – zur Kanalrundfahrt für die Touristen genutzt.Aveiroschönes Heck Bei der Lage besitzt Aveiro natürlich einen lebendigen Mercado do Peixe (Fischmarkt) und in den Restaurants gibt es zu unserer großen Freude viele Fischspezialitäten. Üppig verzierte Hausfassaden zeugen vom ehemaligen Reichtum der Kaufleute und laden zu einem entspannten Stadtbummel ein.                                                                                                    Aveiro 3Aveiro 2

Obidos und Umgebung

Das kleine Städchen Obidos, das „Rothenburg Portugals“, ist sicherlich eines der nettesten und stimmungsvollsten Orte in Portugal. Obidos  Ganz Obidos ist umgeben von einer komplett erhaltenen und begehbaren Stadtmauer. rundherum die StadtmauerStadtmauer    Nur eine Seite ist sicher!   Ausblick                                                             Die Aussicht sowohl auf die umliegenden Weinberge als auch auf die Ziegeldächer der Häuschen mit ihren zierlichen Gärten ist toll.Obidos 2                                                      Wichtiger Bestandteil der portugiesichen Kunst und Kultur sind die Azulejos, bemalte Fliesen, die man im ganzen Land an und in verschiedensten Bauwerken findet.Azulejos           Fliesen         Mit dem Roller läßt sich wunderbar das Umland erkunden. Motobiene 10 km westlich liegt der Lagao de Obidos eine der schönsten Lagunen Portugals. An der Mündung erstreckt sich ein kilometerlanger Sandstrand. Die Lagune ist auch ein beliebter Treffpunkt von Windsurfern und Kitern. Foz de Arelho                          Auch eine Art von Kunst, zumindest für Stefan, ist eine bunte Platte mit Mariscadas        ( Meeresfrüchten). Zugegeben, diese Kunst ist vergänglich :-).Mariscada