Kantabrien

Meer und Hochgebirge macht die reizvolle Kombination Kantabriens aus. Wir bleiben an der Küste und besuchen westlich von Santander das hübsche Städtchen Comillas und das Museumsstädtchen Santillana del Mar. Nur Comillas liegt davon direkt am Meer und hat einen schönen Badestrand.Hausstrand Comillas                                                             Die Innenstadt besitzt Atmosphäre und verführt zum Kaffee trinken und Eis essen.Altstadt Comillas 2Altstadt Comillas 1                     Die Sehenswürdigkeiten liegen unmittelbar in der Nähe des Altstadtkerns.ehemalige päpstliche Uni                                                            Hier die ehemalige päpstliche Universität Seminario Pontifica.                                 Einen katalanischen Kontrast in Kantabrien bildet der kleine Palast von Antoni Gaudi – „El Capricho“.El CaprichoEl Capricho 2Blumenmädelim Gaudispiegel     Mit vielen durchdachten Details macht es immer wieder Spaß Gaudis Bauwerke zu besichtigen – fotogen sind sie in jedem Fall.                                                              Santillana del Mar liegt überhaupt nicht am Meer, sondern einige Kilometer landeinwärts. So können Namenszusätze verwirren! Das mittelalterliche, im 5 Jh. gegründete Städchen steht komplett unter Denkmalschutz.Santillana del MarAltstadtgasse   Kloster Santillana del Mar   Pflastergassen, Fachwerk, wappengeschmückte Portale, Paläste und Kirchen mischen sich mit Souveniershops für Touristen, Galerien und jede Menge Restaurants.

Asturien

Die Landschaft Asturiens ist geprägt vom reizvollen Kontrast zwischen Meer und Gebirge. Höhepunkt in jeder Hinsicht sind die Picos de Europa im Grenzgebiet zu Kastilien-Leon und Kantabrien. Die „Hauptstadt“ der asturischen Picos de Europa ist :Cangas de Onis                                                        Bester Ausgangspunkt für Touren im  westlichen Massiv. Am Ortseingang überspannt eine charakteristische „römische“ Brücke den Rio Sella – die Puente Romano.Puente RomanoKopfstein Angenehmes feuchtes Kopfsteinpflaster!                                                                            1918 wurde die Region um Covadonga und den beiden Bergseen Lago Enol und Lago de la Ercina zum Nationalpark erklärt. Bei regnerischem Wetter hielt sich der sommerliche Andrang an Touristen und Pilgern zur Wallfahrtsstätte „Cueva Santa“ in Grenzen. Cueva Santa aus anderer Sichtweise    Die Grotte, auch „heilige Höhle“ genannt, aus zweierlei Perspektiven.Covadonga                                                            Über Covadonga thront die Wallfahrtskirche.                                                             Unser Schwerpunkt bildete aber eine Wanderung um die beiden Bergseen. Ein Shuttlebus bringt uns über eine zwölf Kilometer lange, schmale, kurvige und steile Straße zu den Gletscherseen, denn ab 8.30 Uhr ist die Strecke für den allgemeinen Verkehr gesperrt. Für große Wohnmobile wäre es, zugegeben, auch etwas streßig geworden. Picos de Europa                                          Gott sei Dank regnet es nicht mehr und die matschigen, leicht rutschigen Wanderwege trüben nicht unsere gute Wanderlaune.                  Wandersleut DurstlöscherUnterwegs gab es gute Durstlöscher :-).leichtes Terrain                                                          Noch lacht Ingeburg – der Wanderweg ging genau hinter ihr weiter.                                 Wir folgen weiter der Costa Verde “ der Grünen Küste“ Costa Verde                                                               bis zum Fischer- und Ferienstädchen Llanes. Reizvolle Altstadt und lebendiger Hafen.Altstadt LlanesHafen Llanes  Hausstrand Llanes Der städtische Badestrand!             Asturien und Kantabrien sind übrigens die einzigen spanischen Regionen, die keinen Wein produzieren. Hier hat man ein ganz eigenes Getränk: Apfelwein, Sidra, ist der Durstlöscher Asturiens. Getrunken wird er vornehmlich in den darauf spezialisierten Kneipen, siderias oder auch chigres genannt. Dort läßt sich auch die komplizierte Einschenkprozedur gut beobachten, bei der es gilt, die Flasche möglichst hoch über den Kopf und das Glas ganz tief zu halten, damit der Sidra schön schäumt. Mit dem Lokalverbot nach Stefans Versuch können wir leben :-).

La Coruna und die Rias Altas

La Coruna, die zweitgrößte Stadt Galiciens, hat ein überraschend elegantes Zentrum mit malerischer Altstadt und lebendigem Hafen.Hafenpromenade                                                            Sie wird auch „Stadt aus Glas“ genannt, weil die Häuserfronten im Sonnenschein blitzen und spiegeln. Grund dafür sind die sogenannten „galerias“ oder „miradores“ – verglaste Balkone zum Schutz gegen Wind und Regen.Galerias    Die Uferstraße ist als fußgänger- und radfahrerfreundliche Promenade ausgebaut und umrundet die gesamte Halbinsel.Hafentower Hafentower! Torre de HerculesHercules 2                                               Der „Torre de Hercules“ soll der älteste noch betriebene Leuchtturm der Welt sein. Das Innere der unteren Stockwerke stammt noch aus der Römerzeit ( 2. Jh.).                         Die Schiffsfeuerwehr scheint auch schon fast so alt zu sein :-).Feuerwehr                                                             The World                                                              Im Hafen lag das Kreuzfahrtschiff  „The World“. Im Gegensatz zu anderen Kreuzfahrtschiffen handelt es sich hier um das erste als Privatresidenz ausgestattete Seeschiff. Die Bewohner leben an Bord, während das Schiff die Weltmeere befährt. An Bord hat es 165 komfortable Appartments von 27 – 360 m2.  Der Kaufpreis einer 130 m2 – Wohnung beträgt zwischen 600.000 und 13,5 Millionen Dollar, die jährlichen Unterhaltskosten inklusive Verpflegung bis zu 300.000 Dollar. 2003 wurde das Schiff von seinen Bewohnern gekauft. Die Bewohner, 142 Familien, entscheiden über Route, Wahl des Treibstoffs oder die Farbe der Weihnachtsdekoration. Eine echte Alternative zum Pflegeheim!  Für Globetrotter, ein reizvolles Thema zum Gläschen Wein – wenn nur diese Unterhaltskosten nicht wären :-)!

Wir fahren weiter entlang der zerklüfteten Küste ( Rias Altas ) in Richtung Norden; touristisch wenig erschlossen und an den Stränden der Traumbuchten ist daher relativ wenig los.KüsteneindrückePraia As Catedrais Praia  As Catedrais      Trockendock Im Trockendock!                                  Wir lassen uns treiben, von einem Fischerörtchen zum nächsten, von einer Bucht mit Traumstrand zur anderen. Zwischendurch genießen wir die Früchte des Meeres und den hervorragenden galicischen Weißwein.Rinlo Restaurant „A Mirandilla“ in Rinlo

Costa da Morte

Die „Küste des Todes“ heißt sie wegen der zahlreichen Schiffsunglücke, die sich an den felsigen Steilküsten und kleinen Inselchen ereigneten und immer noch ereignen – im letzten Jahrhundert waren es mehr als 140 Havarien. Das bislang letzte große Unglück war der Untergang der „Prestige“ im November 2002, bezeichnet als „Spaniens Tschernobyl“. Der einwandige! Tanker hatte damals doppelt so viel Rohöl an Bord (77.000 Tonnen) als die 1989 vor Alaska gesunkene „Exxon Valdez“. Ingesamt waren 1.372.812 Menschen bis zum Herbst 2004 mit der Säuberungsaktion der Küste beschäftigt. Sie kostete den Staat über 1 Milliarde Euro.                                                                                                                                             Die Costa da Morte beginnt beim Cap Fisterra und viele Pilger beenden hier ihre Wanderung – am „Ende der Welt“.                    Wanderblicke Schöne Ausblicke unterwegs.Am Ende der Welthübsche Pilgerinsteinerner Delfin                                                            Vor der Entdeckung Amerikas vermutete man hier tatsächlich das Ende der Welt.           Da wir nur 4 km auf dem Pilgerweg gewandert sind, gab es auch keinen Stempel :-). letzter Schuh vor Amerika                                                       Unsere Badebucht in Fisterre und Stellplatz mit Aussicht!Bucht von FisterraStellplatz in Fisterra Links oben die Wohnmobile.               Capo Vilan mit schönem Leuchtturm.Cabo VilanFischzucht Hier gibt es eine riesige Fischfarm neuesten Stils, die von einer norwegischen Firma errichtet wurde. In etwa 500 Einzeltanks wird mit völlig neuer Technik vor allem Steinbutt und Seezunge!  gezogen. In Camerinas wird die Rechnung des Mittagessens stilgerecht im Panzer einer Seespinne überreicht.                                          Restaurantrechnung                                                                Auf dem Weg in Richtung Norden laden immer wieder schöne Buchten zum Stopp ein. Einsame Strände, Brandungsrauschen und Möwengeschrei – herrlich.Unser Strand Wo steht unser Sonnenschirm? Strandwanderungen gehören zu unseren Lieblingsbeschäftigungen.Das Meeresrauschen genießen

Santiago de Compostela

Die berühmteste und angeblich auch schönste Stadt Galiciens. Santiago darf man sich nicht entgehen lassen. Das gilt nicht nur für die Pilger auf dem Jakobsweg, sondern auch für andere Besucher, die sich von der altehrwürdigen Hauptstadt Galiciens betören lassen. Die Altstadt mit über 2800 Gebäuden ist umfassend restauriert und überwiegend Fußgängerzone. Altstadt 1Altstadt 2 Es gibt Kirchen und Klöster ohne Ende, schöne Plätze und lauschige Arkadengänge. Letztere sind zum Schutz vor dem Regen auch dringend nötig. Neben Vigo ist Santiago de Compostela die regenreichste Stadt Spaniens. In normalen Jahren liegt die Besucherzahl bei über drei Millionen, davon bis zu 180.000 als Pilger zu Fuß oder mit dem Rad. Im Mittelpunkt steht natürlich die Kathedrale Kathedrale Kathedrale innen            Sankt Jakob         und die Legenden um den heiligen Apostel Jakob. Davon verschonen wir euch aber :-).  Interessantes Detail ist vielleicht noch der weltweit größte Weihrauchkessel.Weihrauchkessel Das 80 Kilogramm schwere Räucherfass wird an Festtagen von acht Männern geschwenkt und dabei mit einer Geschwindigkeit von knapp 70 Stundenkilometern ein Halbkreis von fast 50 Meter Durchmesser beschrieben. Wie es heißt, wurde der enorme Weihrauchkessel aus einem vorwiegend praktischen Grund eingeführt: Mit dem zunehmenden Pilgerströmen sei eines Tages der Geruch der erschöpften, verschwitzten Menschenmengen in der Kathedrale kaum noch zu ertragen gewesen :-). Brunnen                                                                Natürlich genießen wir die Altstadt auch auf andere Art. Neben Schuhgeschäften für Ingeburg fand auch Stefan ansprechende Schaufensterdekorationen.Fensterdeko  Sekunden später saßen wir an einem einladenden Tapastresen und genossen galicische Weißweine.Tapas                                                               In der Schinkenabteilung des Supermarktes überdenkt Stefan die Staukapazitäten der Heckgarage :-).Supermarkt

Nordspanien – Galicien

Mit der Überquerung des längsten Flusses Galiciens, dem Rio Minho, haben wir unser geliebtes Portugal verlassen und sind nun wieder in Spanien. Wir fahren direkt an die raue Küste und stoppen an einem schön gelegenen Campingplatz südlich von Baiona. Wir stehen sozusagen auf einer Terrasse und blicken hinaus auf die felsige Küstenlandschaft.CP mit Aussicht                              Auch der Pool ist herrlich gelegen.Pool am Meer          Der Sonnenuntergang mit Blick aus unserem Wohnzimmer spricht für sich :-).Himmel in Flammen  Ein schön angelegter Fahrradweg führt uns direkt nach Baiona, einem mondänen Badeort mit malerischem Kastell und Altstadt.Pontevedra                                                  In einer Fischhalle werden die am Morgen gesammelten Felsenentenmuscheln sortiert, gereinigt und verkauft. Die Sammler stehen zumTeil noch im Neopren an den Körben und verhandeln die Kilopreise.Entenmuscheln                                            Im Hafen schwimmt seit 1993 ein Nachbau der berühmten Karavelle „Pinta“. Sie hat als erstes Schiff, das von der Kolumbus-Expedition zurückkehrte, von der Existenz des amerikanischen Kontinents berichtet.PintaRadtour Sonnige Rücktour !                    Pontevedra ist Hauptstadt der südwestlichen Provinz Galiciens. Die Altstadt mit seinen Torbögen, Arkadengängen, urigen Kneipen und Tapasbars ist aufs Feinste herausgeputzt.Pontevedra Altstadt 2Pontevedra Altstadt Auf kleinen lauschigen Plätzen läßt es sich nach dem Bummeln gut verweilen und relaxen. Es fällt schwer, von unserem mageren portugiesischen Wortschatz wieder auf die spanische Sprache umzuschalten.Puente del Burgo Puente del Burgo                               Ein besonderes Erlebnis ist hier die Markthalle; üppig bestückt mit frischem Fisch und Krustentieren aller Art.Markthalle Pontevedra                        Hier erstanden wir unser abendliches Menü – Vorspeise „Entenmuscheln“ Entenmuschel und Hauptgang “ Rochenflügel“.Rochenflügel  Eines der Touristenzentren Galiciens liegt auf der kleinen Halbinsel O Grove.  Weitere Einnahmequelle ist hier die Zucht und Ernte von Meeresfrüchten. Die Bucht ist übersät mit Zuchtmuschelbänken.     Beim Essen dreht sich hier daher alles um „Mariscos, Mariscos, Mariscos……..“ .                 Der galicische Mittagstisch sieht dann so aus:   Meeresfrüchteplatte                 Selbst die kleine Kirche auf der Insel “ A Toxa“, durch eine Brücke mit O Grove verbunden, ist über und über mit Jakobsmuscheln dekoriert.Jacobsmuscheln