Mittelslowenien

Auf unserem Weg nach Ljubljana machen wir einen Zwischenstopp in Skofja Loka. Eine 1000 Jahre alte beschauliche mittelalterliche Stadt mit Kapuzinerbrücke über die Selska Sora.

2016 war Ljubljana die “ Grüne Hauptstadt Europas “ . Unterhalb einer mächtigen Burganlage zieht sich die historische Altstadt malerisch am Flüsschen Lubljanica entlang. Die Stadt ist 2000 Jahre alt und jung und lebendig geblieben. Prächtige Jugendstil- und Barockbauten in südländischem Flair.

Lauschige Cafes reihen sich an der Promenade des Flüßchens.

Eine Spezialität in Sachen Nachtisch ist in Slowenien die “ Kremsnite“. Blätterteig, gefüllt mit Creme oder Vanillepudding.

Sehr lecker – eine “ Du darfst – Variante “ gibt es nicht ! Wir haben uns deshalb immer ein Schnittchen geteilt :-). Schlendert man durch die engen Gassen, findet man immer wieder interessante Kunstobjekte.

Diese bronzenen Gesichter waren in einer Gosse montiert. Was sagt uns das? Von der Drachenbrücke geht es hoch zur Stadtburg “ Ljubljanski grad „.

Passend zum Turm der Falke.

Bevor wir die Gemäuer betreten dürfen, müssen wir vorbei am „schrecklichen“ Burgdrachen!

Die Aussicht ist dann aber grandios; man sieht sogar die Kamniker Alpen!

Ein Highlight Sloweniens ist sicherlich der Besuch des Höhlenparks in Postojna. Wir haben wirklich viele Höhlen auf unseren Touren besucht und eigentlich waren wir mit dem Thema durch. Aber diese hier sind jetzt die Nummer 1. Die Höhlen Postojnska jama sind ein Werk des Flusses Pivka. Das Höhlensystem besteht aus 24 km ! unterirdischen Gängen auf drei Ebenen. In der obersten, trockenen Ebene finden die Führungen statt, die unteren Ebenen mit der rauschenden Pivka sind nur für Höhlenforscher zugänglich. Die Temperatur liegt ganzjährig bei ca. 10 Grad. Gleich hinter dem Eingang steigt man an der unterirdischen Haltestelle in die Höhlenbahn.

Die 2 km Fahrt in die Höhle ist schon ein Erlebnis! Die Höhlenwände sausen so knapp vorbei, dass wir unwillkürlich den Kopf einziehen – aufzustehen oder sich hinauszulehnen würde vermutlich denselben kosten. Die Eindrücke in der Höhle sind wirklich gigantisch und wir kriegen den Mund kaum wieder zu.

Hier nur ein paar Fotos; Motive gab es ohne Ende. Zum Schluss konnte man noch lichtscheue Grottenolme besichtigen. Hier nur ein Modell.

Die sogenannten „Menschenfische“ sind schon seltsame Lebewesen.Sie atmen sowohl aus Kiemen als auch mit einfach gebauten Lungen; sie legen Eier, bringen aber auch lebende Junge zur Welt. Sie ernähren sich von Plankton, können aber auch bis zu zwei Jahre ohne Nahrung auskommen! Gewichtsprobleme kennen diese Tierchen nicht :-).

Die Tropfsteine wachsen in zehn Jahren einen halben Zentimeter! Wir erleben also in unserem kleinen Leben bestenfalls fünf Zentimeter.

Hier trifft gerade ein Tropfen auf eine Stalagmite. Fotografische Meisterleistung!

Tour Südosteuropa – Slowenien

Auf zu neuen Ländern – via Österreich starten wir unsere Tour durch das grüne, dicht bewaldete Slowenien. Im Nordwesten liegt der slowenische Teil der Julischen Alpen und bilden den ältesten Naturpark Europas – den Nationalpark Triglav. Der Triglav ist der höchste Berg Sloweniens mit 2864 m. Malerische alpine Gebirgslandschaften mit tiefen Flusstälern und Bergseen, Wasserfällen und einzigartiger Pflanzen- und Tierwelt. Hier befinden sich auch bekannte alpine Skistätten.

In Planica befindet sich die größte Skisprungschanze der Welt. Hier wurden schon Weiten über 250 Meter erzielt.

Dieser Skilift aus dem Jahre 1952 zeigt wie schnell die Entwicklung voranschreitet.

Im März waren hier die letzten Wettbewerbe, jetzt wird das Gelände zweckentfremdet. Beispielweise für einen Internationalen Wettbewerb der Windhunde.

Es ging jedoch nicht um Geschwindigkeit, sondern um reine Schönheit. Das galt natürlich gleichermaßen für die Frauchen :-).

Nur das Wetter passte so gar nicht zu den Hundeschönheiten.

Weiter geht es durch das breite Save-Dolinka-Tal zum touristischen Zentrum Kranjska Gora, bekannt durch diverse Weltcup-Skiwettbewerbe. Ein toll ausgebautes Radwegenetz ermöglicht schöne Touren zum Jasna-See mit dem Wahrzeichen -Steinbock- und zu den Quellen Sava Dolinka im Naturschutzgebiet Zelenci.

Der malerische Kurort Bled am gleichnamigen See bietet mildes Klima (plus 7 Grad zu Kranjiska Gora) und grandiose Blicke auf die Gebirgswelt.

Hauptattraktionen sind die kleine Seeinsel mit Kirche und die auf dem Felsen thronende Burg. Der Bleeder See ist auch eine bekannte Ruder-Regattastrecke. Jeden Abend wird hier fleißig trainiert. Bled eignet sich aber auch hervorragend für Ausflüge in das Umland. Das Städchen Radovlijca schmückt sich mit einem schönen historischen Altstadtkern und hat die „Biene“ als ihr Label. Hier dreht sich fast alles um Honig und die hohe Kunst der Imkerei.

Natürlich haben wir uns ordentlich mit Honig und Propolis eingedeckt. Bei der Radtour zurück galt wieder das Motto: „Der Weg ist das Ziel !“ Die Farben der Flüsse begeistern uns und dann sind sie auch noch voller Forellen!

n

Mit einer fast 100 Jahre alten Dampflok fahren wir von Bled in das traditionelle Wein – und Obstanbaugebiet Sloweniens – Goriska Brda. Die nostalgische Zugfahrt führt über Viadukte, zahlreiche Tunnels (der Längste ist 6.327m lang) fast bis zur italienischen Grenze.


Im wahrsten Sinne des Wortes – Holzklasse- . Mit einer Zugfahrt hat man gefühlt soviel Feinstaub eingeatmet, wie 30 Lebensjahre in der Stuttgarter Innenstadt. Die liebliche, hügelige Weinlandschaft liegt nordwestlich von Nova Gorica an der Grenze zum italienischen Friaul. Der Hauptort ist Dobrovo; jährlich werden 13.000 Tonnen Weintrauben zu Most gepresst. Etliche Kellereien laden zur Verkostung ein :-). Der Kirschenanbau ist neben dem Weinbau das zweite Standbein der Bauern.

Neue Fassvarianten im Test!

Leider wurde das Wetter nicht besser, sodass wir unsere übriggebliebenen Bled-Attraktionen teilweise bei leichtem Regen absolvieren mußten.

Bootsfahrten mit den traditionellen Pletna-Ruderbooten zur Insel Bled mit seiner Barockkirche Sv.Marie im See gehören einfach zu jedem Besuch.

Lara und Ingeburg!

Berühmtester Gegenstand in der Kirche ist die Wunschglocke aus dem Jahre 1534.

Was Stefan sich gewünscht hat, bleibt sein Geheimnis : -).

Letzter Tagesordnungspunkt: 20minütiger Aufstieg zur Blejski Grad (Bleder Burg). Bled und Umgebung hat uns sehr gut gefallen. Trotz Nebensaison war aber auch schon relativ viel los, besonders viele Chinesen (!) haben diese Ecke auf dem Programm :- (.