Dalmatinische Küste

Von den Plitvicer Seen fahren wir direkt zur Küste von Norddalmatien.

Die Küstenstraße 8 in Richtung Zadar ist wirklich traumhaft schön, grandiose Aussichten auf die Inselwelt und die Buchten entlang der Strecke. Einen der wenigen Sandstrände gibt es auf der Insel Rab. Spontan entscheiden wir mit der Fähre überzusetzen und die Insel zu entdecken.

Leider eine ganz dumme Entscheidung – die Insel ist völlig überlaufen und die Campingplätze sind mehr als voll. Wild stehen ist verboten und so müssen wir notgedrungen eine Nacht auf einem CP verbringen, wie wir es eigentlich hassen. Außer Spesen nichts gewesen.

Dafür entschädigt uns ein kleiner familiärer Campingplatz direkt am Meer kurz hinter Starigrad. Guter Ausgangspunkt für Wanderungen im Nationalpark Paklenica.

Winnetoufans können hier auf seinen und Old Shatterhands Spuren wandeln. Viele Drehorte waren hier in den Schluchten von Paklenica.

Heute erproben sich an jedem Felsen Kletterer, für alle Schwierigkeitsgrade ist gesorgt.

Wir sind da eher etwas entspannter unterwegs :-).

Den Hütten – Mittagstisch auf dem Silbertablett hatten wir uns echt verdient.

Mit unseren Nachbarn war am nächsten Tag gemeinsames Muschelputzen für das Abendessen angesagt.

Wie auch in Deutschland hat uns hier die Hitzewelle erreicht. Im Wohnmobil läuft die Klimaanlage und draußen sind die Schattenplätze sehr begehrt. Da sich unser Aktionismus bei Temperaturen über 30 Grad in Grenzen hält, haben wir beschlossen morgen wieder in Richtung Norden zu fahren. Laßt euch überraschen von wo wir uns wieder melden.

Plitvicer Seen

Der Nationalpark ist seit 1949 geschützt und steht seit 1979 auf der berühmten UNESCO Liste des Weltnaturerbes der Menschheit. Er gehört sicherlich zu den beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten Kroatiens. Ein besonderes Naturerlebnis, mit einer Pflanzen- und Tierwelt in einer einzigartigen Landschaft. 16 leuchtend grüne/türkise, über eine Strecke von 8 km gestaffelte Seen, bis zu 76 m hohe Wasserfälle mit Sinterkaskaden und dichte Urwälder.

Es gibt zwei Eingänge in den Nationalpark, einen an den Oberen Seen und einen an den Unteren Seen. Gekennzeichnete Wanderrouten führen einen über schön angelegte Wanderwege und Holzstege durch eine scheinbar unberührte Natur. Den großen See kann man auch mit einem Elektroboot überbrücken.

Team Moeller vor dem „Großen Wasserfall“.

Es gibt Fotomotive ohne Ende und es fällt schwer die eindruckvollsten Bilder herauszusuchen.

Das Wasser ist kristallklar, hat diese Farben und überall gurgelt und plätschert es. Leider ist das Baden verboten; bei fast 30 Grad ist das schon die Höchststrafe.

Der Fischreichtum ist entsprechend groß, angeln natürlich auch verboten :-). Die Wege sind aufgrund der vergangenen Regenfälle nicht langweilig. Aber wer uns kennt, weiß dass wir alles geben. Hier ist man dann tatsächlich fast allein unterwegs.

Wie immer haben solche Naturschauspiele einen Nachteil:

Alle wollen sie sehen! Jährlich kommen ca. 900.000 Besucher, an Spitzentagen über 30.000 Leute!!!

Unsere chinesischen Freunde waren auch wieder in Busstärke unterwegs :-(. Ein Foto allein vor dem Wasserfall – schwer hinzukriegen.

Immer wieder schön sind auch die kleinen Naturwunder !

Hier die bekannte „Gemeine Seejungfer“, auch Blauflügel-Prachtlibelle genannt.

Hier eine „Blaue Federlibelle“ ! Und hier wieder blaues, nein türkises Wasser .

Fazit: Trotz der eventuellen Menschenmassen ein Muss in Kroatien: die Plitvicer Seen.

Die Insel Krk

Mit 410 km2 die größte der kroatischen Inseln. Über eine Brücke mit dem Festland verbunden und in der Hauptsaison, dank zahlreicher Badestrände und Campingplätze, gnadenlos überfüllt. Selbst Mitte Juni war es schon schwierig einen schattigen Stellplatz zu bekommen. Bei der Stadt Krk sind wir fündig geworden und haben erst einmal einen Waschtag eingelegt.

30 Grad im Schatten und ein laues Lüftchen ersparen den Trockner.

Eine schöne Uferpromenade verläuft am Hafen entlang zum Altstadtkern. Hier gibt es natürlich wieder eine Kathedrale, ein Kastel und einen Turm (hier heißt er Kulaturm).

Stefan mit Tunnelblick ! Die Marina am Markt ist aber wirklich zu jeder Tageszeit ein Hingucker.

Mit dem Roller machen wir schöne Ausflüge in benachbarte Buchten und ehemalige kleine Fischerörtchen, die sich jetzt leider zum Teil mehr und mehr zu Touristenorten wandeln.

Stara Baska ist noch recht ursprünglich, aber gefühlt am „Ende der Welt“.

In Baska geht es schon richtig touristisch zu. Das Bild gibt das bewußt nicht her :-).

Auf dem Weg dorthin fährt man durch die felswüstigen Ausläufer des Obzovas und kann an einem Aussichtspunkt den glagolitischen Willkommensgruß ungeniert genießen – der aus Stein gemeißelte Monolith symbolisiert den ersten Buchstaben des Alphabets „A“. Puuh, so unser Reiseführer.

Zugegeben Stefan hat bei diesem Stein an ein anderes Symbol gedacht, er kennt aber auch nicht die glagolitische Schrift, die älteste slawische Schrift. Dieser Banause :-).

Istrien Teil 2

Istriens älteste Stadt Pula liegt an der Südwestspitze der Halbinsel mit einem großen natürlichen Hafen. Hier gibt es eine Fülle von antiken Altertümern und ein Spaziergang ist wie eine Zeitreise ins alte Rom. Das mit Abstand größte und bekannteste historische Denkmal in Pula ist das römische Amphitheater.

Es ist das sechstgrößte der Welt und in der Antike konnte es etwa 23.000 Zuschauer aufnehmen. Kaum vorstellbar, dass hier bis 79 n.Chr. blutige Gladiatorenkämpfe und Wildjagden stattgefunden haben und jetzt an gleicher Stelle Weltstars wie Sting oder Pavarotti vor 5000 Personen auftraten.

Es ist schon sehr anstrengend, sich bei über 30 Grad für antike Stadttore (hier Triumpfbogen)

oder für Gotteshäuser der Franziskaner zu interessieren.

Abhängen im roten Klatschmohn oder eine Espressopause auf dem Marktplatz sind dann aber eine willkommene Belohnung.

Unser Stellplatz bei Banjole im Süden von Pula bietet danach echten Erholungswert, schwimmen im klaren, angenehm kühlen Meer oder eine Paddeltour zu den vorgelagerten Inseln.

Wenn da nicht die morgentliche Invasion von Ameisen vor unserem Eingang gewesen wäre. Wir haben uns nachher geeinigt, die Ameisenstraße bleibt bis 11.00 Uhr unangetastet, danach räumen sie das Feld. Funktionierte überraschenderweise gut.

Eine landschaftlich schöne Strecke an der Ostküste Istriens führt uns zum ältesten Seebad Kroatiens – Opatija.  Herrschaftliche Prachtbauten versinken in subtropischer Üppigkeit. Palmen, Akazien, Kamelian und riesige Magnolien verleihen den Villen und Traditionshäusern ein extravagantes Flair vergangener Zeiten.

Hier die Villa Angiolina im gleichnamigen Park. Die bronzene Nymphe mit dem poetischen Namen “ Gruß ans Meer “ lässt die k.u.k. Welt wiederauferstehen.

Wir sind froh, dass wir nicht im damaligen Outfit durch das Seebad flanieren müssen. Hier die Ingeburg – Variante :-).

Kroatien – Istrien

Schon 25 km hinter der slowenischen Grenze verlassen wir das Mirna-Tal und fahren 300 m hoch in das mittelalterliche Städtchen Groznjan. Ein kostenloser Stellplatz mit traumhafter Aussicht und absoluter Stille. Nachts hört man statt Discogedröhne nur die Nachtigallen. Wir genießen es, durch die grob gepflasterten Gassen und die blumengeschmückten Plätzen zu schlendern, die Ruhe und Harmonie aufzusaugen.

Selbst der Himmel sorgt mit unheimlichen Wolkenbildern für Erstaunen.

Zurück an der Küste Istriens ist der Besuch des Bilderbuchstädtchens Rovinj ein Muß. Mit seinen hohen, ineinander verschachtelten Häusern und einem Geflecht von winkeligen Gassen und dem bunten Hafen ähnelt der Ort irgendwie den Städtchen Piran und Izola.

Im Hafen ist die gesamte Bandbreite von Booten vertreten. Zwischen diesen beiden Varianten konnten wir uns einfach nicht entscheiden :-).

Schiefe Treppen und Lauben, altes Steinpflaster und viele kleine versteckte Läden, Bars und Ateliers laden auch hier zum bummeln ein.

Auf dem Markt gibt es das klassische Sortiment in allen Geschmacksrichtungen: Olivenöl (übrigens sehr lecker), eingelegte Kräuter, Käse, Würste, Weine und natürlich Istriens weißes Gold – die Trüffel. 1999 wurde hier der größte weiße Trüffel der Welt gefunden – 1,31 kg ! und im Guiness-Buch der Rekorde bestätigt.

Slowenische Riviera

Die slowenische Adriaküste misst mal gerade 46 km und ist deshalb relativ dicht besiedelt. Im Sommer überlaufen, hoffen wir jetzt von unserem Standort Portoroz „Rosenhafen“ aus, die Küste und ihre malerischen Städte mit Fahrrad und Roller noch halbwegs ruhig und streßfrei zu entdecken.

Das schönste Küstenstädtchen ist sicherlich Piran.

Malerische Lage und das Leben in den Gassen verströmen Charme und Atmoshäre. Vorbei an einer Vielzahl von venezianischen Bauten geht man in Richtung Kathedrale und hat von dort aus einen herrlichen Rundumblick.( Hier Tartiniplatz und der Hafen)

Überall findet man in den schmalen, verwinkelten Gassen versteckte kleine Kunstwerke und hübsch gestaltete Galerien.

An der Uferpromenade buhlen zahlreiche Lokale um die Gunst der Gäste. Zum Teil touristisch, aber auch irgendwie schön. Alles eine Frage des Blickwinkels !

Zumindest werden die Katzen in dem ganzen Trubel nicht vergessen. „Cat-Hostal “ ! I

Schöne Farbmotive finden sich überall !

Mit dem Roller machen wie eine Tour zu den anderen Küstenstädchen. Hier in Strunjan sieht man Piran mal von der anderen Meeresseite.

Blick auf Izola und die Bucht von Koper. Ähnlich wie in Piran strahlt das Städtchen Gemütlichkeit aus. Die schattigen Cafes und Restaurants sind gut besucht und im großen Jachthafen gibt es viel zu sehen.