Im Süden von Gotland

Wie angekündigt erobern wir den Süden der Insel mit allem was wir haben.

Mit dem Roller fahren wir zum Hoburgsgubben, dem südlichsten Zipfel der Insel. Hier ist ein bekannter Rauk ( so heißen die Verwitterungserscheinungen aus Kalkstein die bizarre Felsskulpturen bilden) . Er ähnelt dem Kopf eines Mannes und besteht aus Riffkalk.

Irgend ein Depp hat ihm auch noch die Nase rot angepinselt :-(. Die größten Raukfelder befinden sich im Norden und hier an der südlichen Ostküste.

Hier wieder so eine Nase 🙂 – VändburgsGubben -. Es gibt natürlich auch andere Phantasiegebilde!

Na? Wir haben eine Schildkröte hinein interpretiert.

Ein großes Plus für Gotland ist die Möglichkeit fast überall wild zu campieren. Das gilt nicht nur für Wohnmobile, sondern auch für Wohnwagengespanne. Markise raus, Stühlchen und Tisch, Grill …… also „campingartiges“ Verhalten. Keiner sagt was, es wird scheinbar toleriert. So verteilen sich die Leutchen entlang der rauen Küste. Unser Platz war natürlich besonders schön :-).

Von hier aus waren dann Fahrradtouren angesagt.

Besonders beliebt waren unsere Touren zum „Präsgardscafeet“ in einem bunten Garten und leckerem Kuchen.

Im Garten war eine solche Artenvielfalt von Insekten und Pflanzen, dass Stefan wieder seine beliebten Makroaufnahmen machen konnte. Zitronenfalter!

Das Innere eines Klatschmohnes!

Weitere Fotos ersparen wir euch :-). Besonders interessant war dort auch das Museum von Lars Jonnson, ein weltbekannter schwedischer Vogelzeichner, Maler und Autor. Als Vogelkundler ist er vor allem durch seine Naturführer mit detailreichen farbigen Vogelillustrationen bekannt geworden. Das nur mal für unsere Hobby-Ornithologen.

Zu Fuß sind wir natürlich auch noch unterwegs. Tägliche Bewegung hält ja bekanntermaßen fit.

Morgen tasten wir uns weiter in Richtung Norden der Insel. Mal sehen was es dort zu sehen gibt.

Gotland

Von Oskarshamn bringt uns eine Fähre in drei Stunden auf die größte Insel Schwedens: Gotland. Hier soll uns eine großartige Natur mit Sandstränden, Steilküsten, Wacholderheiden und Kiefernwälder sowie ein reiches historisches Erbe erwarten.

Wir sind gespannt. Gotlands Hauptstadt ist Visby und sie empfängt uns „herzlich“ bei traumhaftem Wetter.

Die Stadt wird von einer fast vollständig erhaltenen, mittelalterlichen Stadtmauer umschlossen. Sie ist 3,5 km lang, bis zu 12 m hoch und hat 44 Türme mit drei Stadttoren. Dies ist das Älteste!

Geschützt liegen hinter diesem wehrhaften Mauerring kopfsteingepflasterte Straßen zwischen Fachwerkhäusern und rosenumrankte Kirchenruinen. Hier macht es wirklich Spaß durch die Gassen zu schlendern und die Idylle zu genießen.

Der Dom Sta !

Bei so viel Schönem geht es auch schon mal mit einem durch:-).

Im Süden der Insel bei Burgsvik finden wir einen ruhigen Stellplatz. Von hier aus wollen wir zu Fuß, mit dem Fahrrad und dem Roller die Gegend erkunden.

Südschweden

Ja, da staunt Ihr! Von Dalmatien mal eben nach Schweden. Hier sind unsere Temperaturen! Wir sind zwar das vierte Mal in Schweden, aber haben noch lange nicht alles gesehen. Unsere Fähre geht von Travemünde nach Trelleborg.

Nach fast neun Stunden Fahrt sind wir ganz schnell am südlichsten Punkt Schwedens: Smygehuk. Hier kann man kostenlos auf einer Wiese stehen, es gibt eine Fischräucherei, ein Cafe und verschiedene Galerien.

Auf dem Weg zum Leuchtturm gibt es Kunstwerke zu bestaunen und Ingeburg schaut durch die sprichwörtliche Röhre :-).

Liebliche Landschaft!

Oberhalb des Hafens von Käseberga liegt auf dem Dünenrücken die Schiffssetzung Ales Stenar. 58 Granitblöcke auf einer Länge von 67 m und einer Breite von 19 m markieren den Grundriss eines Schiffes und stammt wohl aus der Wikingerzeit. Bedeutung bis heute unklar.

Ein Foto von den 58 Steinen ohne genauso viele Touristen zu machen ist schier unmöglich 🙁 .