Istrien Teil 2

Istriens älteste Stadt Pula liegt an der Südwestspitze der Halbinsel mit einem großen natürlichen Hafen. Hier gibt es eine Fülle von antiken Altertümern und ein Spaziergang ist wie eine Zeitreise ins alte Rom. Das mit Abstand größte und bekannteste historische Denkmal in Pula ist das römische Amphitheater.

Es ist das sechstgrößte der Welt und in der Antike konnte es etwa 23.000 Zuschauer aufnehmen. Kaum vorstellbar, dass hier bis 79 n.Chr. blutige Gladiatorenkämpfe und Wildjagden stattgefunden haben und jetzt an gleicher Stelle Weltstars wie Sting oder Pavarotti vor 5000 Personen auftraten.

Es ist schon sehr anstrengend, sich bei über 30 Grad für antike Stadttore (hier Triumpfbogen)

oder für Gotteshäuser der Franziskaner zu interessieren.

Abhängen im roten Klatschmohn oder eine Espressopause auf dem Marktplatz sind dann aber eine willkommene Belohnung.

Unser Stellplatz bei Banjole im Süden von Pula bietet danach echten Erholungswert, schwimmen im klaren, angenehm kühlen Meer oder eine Paddeltour zu den vorgelagerten Inseln.

Wenn da nicht die morgentliche Invasion von Ameisen vor unserem Eingang gewesen wäre. Wir haben uns nachher geeinigt, die Ameisenstraße bleibt bis 11.00 Uhr unangetastet, danach räumen sie das Feld. Funktionierte überraschenderweise gut.

Eine landschaftlich schöne Strecke an der Ostküste Istriens führt uns zum ältesten Seebad Kroatiens – Opatija.  Herrschaftliche Prachtbauten versinken in subtropischer Üppigkeit. Palmen, Akazien, Kamelian und riesige Magnolien verleihen den Villen und Traditionshäusern ein extravagantes Flair vergangener Zeiten.

Hier die Villa Angiolina im gleichnamigen Park. Die bronzene Nymphe mit dem poetischen Namen “ Gruß ans Meer “ lässt die k.u.k. Welt wiederauferstehen.

Wir sind froh, dass wir nicht im damaligen Outfit durch das Seebad flanieren müssen. Hier die Ingeburg – Variante :-).

Kroatien – Istrien

Schon 25 km hinter der slowenischen Grenze verlassen wir das Mirna-Tal und fahren 300 m hoch in das mittelalterliche Städtchen Groznjan. Ein kostenloser Stellplatz mit traumhafter Aussicht und absoluter Stille. Nachts hört man statt Discogedröhne nur die Nachtigallen. Wir genießen es, durch die grob gepflasterten Gassen und die blumengeschmückten Plätzen zu schlendern, die Ruhe und Harmonie aufzusaugen.

Selbst der Himmel sorgt mit unheimlichen Wolkenbildern für Erstaunen.

Zurück an der Küste Istriens ist der Besuch des Bilderbuchstädtchens Rovinj ein Muß. Mit seinen hohen, ineinander verschachtelten Häusern und einem Geflecht von winkeligen Gassen und dem bunten Hafen ähnelt der Ort irgendwie den Städtchen Piran und Izola.

Im Hafen ist die gesamte Bandbreite von Booten vertreten. Zwischen diesen beiden Varianten konnten wir uns einfach nicht entscheiden :-).

Schiefe Treppen und Lauben, altes Steinpflaster und viele kleine versteckte Läden, Bars und Ateliers laden auch hier zum bummeln ein.

Auf dem Markt gibt es das klassische Sortiment in allen Geschmacksrichtungen: Olivenöl (übrigens sehr lecker), eingelegte Kräuter, Käse, Würste, Weine und natürlich Istriens weißes Gold – die Trüffel. 1999 wurde hier der größte weiße Trüffel der Welt gefunden – 1,31 kg ! und im Guiness-Buch der Rekorde bestätigt.

Slowenische Riviera

Die slowenische Adriaküste misst mal gerade 46 km und ist deshalb relativ dicht besiedelt. Im Sommer überlaufen, hoffen wir jetzt von unserem Standort Portoroz „Rosenhafen“ aus, die Küste und ihre malerischen Städte mit Fahrrad und Roller noch halbwegs ruhig und streßfrei zu entdecken.

Das schönste Küstenstädtchen ist sicherlich Piran.

Malerische Lage und das Leben in den Gassen verströmen Charme und Atmoshäre. Vorbei an einer Vielzahl von venezianischen Bauten geht man in Richtung Kathedrale und hat von dort aus einen herrlichen Rundumblick.( Hier Tartiniplatz und der Hafen)

Überall findet man in den schmalen, verwinkelten Gassen versteckte kleine Kunstwerke und hübsch gestaltete Galerien.

An der Uferpromenade buhlen zahlreiche Lokale um die Gunst der Gäste. Zum Teil touristisch, aber auch irgendwie schön. Alles eine Frage des Blickwinkels !

Zumindest werden die Katzen in dem ganzen Trubel nicht vergessen. „Cat-Hostal “ ! I

Schöne Farbmotive finden sich überall !

Mit dem Roller machen wie eine Tour zu den anderen Küstenstädchen. Hier in Strunjan sieht man Piran mal von der anderen Meeresseite.

Blick auf Izola und die Bucht von Koper. Ähnlich wie in Piran strahlt das Städtchen Gemütlichkeit aus. Die schattigen Cafes und Restaurants sind gut besucht und im großen Jachthafen gibt es viel zu sehen.

Mittelslowenien

Auf unserem Weg nach Ljubljana machen wir einen Zwischenstopp in Skofja Loka. Eine 1000 Jahre alte beschauliche mittelalterliche Stadt mit Kapuzinerbrücke über die Selska Sora.

2016 war Ljubljana die “ Grüne Hauptstadt Europas “ . Unterhalb einer mächtigen Burganlage zieht sich die historische Altstadt malerisch am Flüsschen Lubljanica entlang. Die Stadt ist 2000 Jahre alt und jung und lebendig geblieben. Prächtige Jugendstil- und Barockbauten in südländischem Flair.

Lauschige Cafes reihen sich an der Promenade des Flüßchens.

Eine Spezialität in Sachen Nachtisch ist in Slowenien die “ Kremsnite“. Blätterteig, gefüllt mit Creme oder Vanillepudding.

Sehr lecker – eine “ Du darfst – Variante “ gibt es nicht ! Wir haben uns deshalb immer ein Schnittchen geteilt :-). Schlendert man durch die engen Gassen, findet man immer wieder interessante Kunstobjekte.

Diese bronzenen Gesichter waren in einer Gosse montiert. Was sagt uns das? Von der Drachenbrücke geht es hoch zur Stadtburg “ Ljubljanski grad „.

Passend zum Turm der Falke.

Bevor wir die Gemäuer betreten dürfen, müssen wir vorbei am „schrecklichen“ Burgdrachen!

Die Aussicht ist dann aber grandios; man sieht sogar die Kamniker Alpen!

Ein Highlight Sloweniens ist sicherlich der Besuch des Höhlenparks in Postojna. Wir haben wirklich viele Höhlen auf unseren Touren besucht und eigentlich waren wir mit dem Thema durch. Aber diese hier sind jetzt die Nummer 1. Die Höhlen Postojnska jama sind ein Werk des Flusses Pivka. Das Höhlensystem besteht aus 24 km ! unterirdischen Gängen auf drei Ebenen. In der obersten, trockenen Ebene finden die Führungen statt, die unteren Ebenen mit der rauschenden Pivka sind nur für Höhlenforscher zugänglich. Die Temperatur liegt ganzjährig bei ca. 10 Grad. Gleich hinter dem Eingang steigt man an der unterirdischen Haltestelle in die Höhlenbahn.

Die 2 km Fahrt in die Höhle ist schon ein Erlebnis! Die Höhlenwände sausen so knapp vorbei, dass wir unwillkürlich den Kopf einziehen – aufzustehen oder sich hinauszulehnen würde vermutlich denselben kosten. Die Eindrücke in der Höhle sind wirklich gigantisch und wir kriegen den Mund kaum wieder zu.

Hier nur ein paar Fotos; Motive gab es ohne Ende. Zum Schluss konnte man noch lichtscheue Grottenolme besichtigen. Hier nur ein Modell.

Die sogenannten „Menschenfische“ sind schon seltsame Lebewesen.Sie atmen sowohl aus Kiemen als auch mit einfach gebauten Lungen; sie legen Eier, bringen aber auch lebende Junge zur Welt. Sie ernähren sich von Plankton, können aber auch bis zu zwei Jahre ohne Nahrung auskommen! Gewichtsprobleme kennen diese Tierchen nicht :-).

Die Tropfsteine wachsen in zehn Jahren einen halben Zentimeter! Wir erleben also in unserem kleinen Leben bestenfalls fünf Zentimeter.

Hier trifft gerade ein Tropfen auf eine Stalagmite. Fotografische Meisterleistung!

Tour Südosteuropa – Slowenien

Auf zu neuen Ländern – via Österreich starten wir unsere Tour durch das grüne, dicht bewaldete Slowenien. Im Nordwesten liegt der slowenische Teil der Julischen Alpen und bilden den ältesten Naturpark Europas – den Nationalpark Triglav. Der Triglav ist der höchste Berg Sloweniens mit 2864 m. Malerische alpine Gebirgslandschaften mit tiefen Flusstälern und Bergseen, Wasserfällen und einzigartiger Pflanzen- und Tierwelt. Hier befinden sich auch bekannte alpine Skistätten.

In Planica befindet sich die größte Skisprungschanze der Welt. Hier wurden schon Weiten über 250 Meter erzielt.

Dieser Skilift aus dem Jahre 1952 zeigt wie schnell die Entwicklung voranschreitet.

Im März waren hier die letzten Wettbewerbe, jetzt wird das Gelände zweckentfremdet. Beispielweise für einen Internationalen Wettbewerb der Windhunde.

Es ging jedoch nicht um Geschwindigkeit, sondern um reine Schönheit. Das galt natürlich gleichermaßen für die Frauchen :-).

Nur das Wetter passte so gar nicht zu den Hundeschönheiten.

Weiter geht es durch das breite Save-Dolinka-Tal zum touristischen Zentrum Kranjska Gora, bekannt durch diverse Weltcup-Skiwettbewerbe. Ein toll ausgebautes Radwegenetz ermöglicht schöne Touren zum Jasna-See mit dem Wahrzeichen -Steinbock- und zu den Quellen Sava Dolinka im Naturschutzgebiet Zelenci.

Der malerische Kurort Bled am gleichnamigen See bietet mildes Klima (plus 7 Grad zu Kranjiska Gora) und grandiose Blicke auf die Gebirgswelt.

Hauptattraktionen sind die kleine Seeinsel mit Kirche und die auf dem Felsen thronende Burg. Der Bleeder See ist auch eine bekannte Ruder-Regattastrecke. Jeden Abend wird hier fleißig trainiert. Bled eignet sich aber auch hervorragend für Ausflüge in das Umland. Das Städchen Radovlijca schmückt sich mit einem schönen historischen Altstadtkern und hat die „Biene“ als ihr Label. Hier dreht sich fast alles um Honig und die hohe Kunst der Imkerei.

Natürlich haben wir uns ordentlich mit Honig und Propolis eingedeckt. Bei der Radtour zurück galt wieder das Motto: „Der Weg ist das Ziel !“ Die Farben der Flüsse begeistern uns und dann sind sie auch noch voller Forellen!

n

Mit einer fast 100 Jahre alten Dampflok fahren wir von Bled in das traditionelle Wein – und Obstanbaugebiet Sloweniens – Goriska Brda. Die nostalgische Zugfahrt führt über Viadukte, zahlreiche Tunnels (der Längste ist 6.327m lang) fast bis zur italienischen Grenze.


Im wahrsten Sinne des Wortes – Holzklasse- . Mit einer Zugfahrt hat man gefühlt soviel Feinstaub eingeatmet, wie 30 Lebensjahre in der Stuttgarter Innenstadt. Die liebliche, hügelige Weinlandschaft liegt nordwestlich von Nova Gorica an der Grenze zum italienischen Friaul. Der Hauptort ist Dobrovo; jährlich werden 13.000 Tonnen Weintrauben zu Most gepresst. Etliche Kellereien laden zur Verkostung ein :-). Der Kirschenanbau ist neben dem Weinbau das zweite Standbein der Bauern.

Neue Fassvarianten im Test!

Leider wurde das Wetter nicht besser, sodass wir unsere übriggebliebenen Bled-Attraktionen teilweise bei leichtem Regen absolvieren mußten.

Bootsfahrten mit den traditionellen Pletna-Ruderbooten zur Insel Bled mit seiner Barockkirche Sv.Marie im See gehören einfach zu jedem Besuch.

Lara und Ingeburg!

Berühmtester Gegenstand in der Kirche ist die Wunschglocke aus dem Jahre 1534.

Was Stefan sich gewünscht hat, bleibt sein Geheimnis : -).

Letzter Tagesordnungspunkt: 20minütiger Aufstieg zur Blejski Grad (Bleder Burg). Bled und Umgebung hat uns sehr gut gefallen. Trotz Nebensaison war aber auch schon relativ viel los, besonders viele Chinesen (!) haben diese Ecke auf dem Programm :- (.

Südafrika – Nachlese

Hallo Blogfans! Ja, wir leben noch und ja, wir berichten euch von unserer letzten Tour. Vom 8. Januar bis zum 21. Februar 2019 haben wir mit unseren Freunden Ellen und Siggi eine Rundreise durch Südafrika gemacht. Hier nun ein kurzer Rückblick auf eine faszinierende Reise mit beeindruckenden Erlebnissen und bleibenden Eindrücken. Unsere Strecke: Johannesburg – Blyde River Canyon – Kruger National Park – Swaziland – Elephant Coast – Kwazulu Natal – Drakensberge – Sunshine Coast mit Addo Elephant Nat. Park – Tsitsikama Forest und Coastal NP – Garden Route – Franschhoek – West Coast bis Paternoster – Cape Town betrug rund 6.500 km. Das Reiseteam und sein Fahrzeug, ein Toyota Fortuner mit Platz für 4 Reisetaschen, hat uns (bis auf eine Reifenpanne) nie im Stich gelassen.

Sicherlich gehört zu den Höhepunkten einer Afrikareise die faszinierende Tierwelt. Die “ Big Five“ hatten wir schon nach kurzer Zeit im Kruger National Park „abgehakt“.

Mit den „Big Five“ sind nicht die fünf größten Wildtiere Afrikas gemeint, sondern die früher bei Großwildjagden am schwierigsten und gefährlichsten zu jagen waren. Es gibt natürlich noch andere „große“ Spezien!

Die ingesamt neun „Game Drives“ (davon drei geführte Safaris) waren immer sehr spannend und wir haben dabei eine unglaubliche Artenvielfalt in ihrer freien Wildbahn beobachten können. Die Wildparks kann man am besten mit dem Begriff “ Zoo verkehrt“ beschreiben: Die Tiere laufen frei herum und die Menschen sitzen in ihren Autokäfigen. Zugegeben, oft fühlten wir uns darin auch am sichersten :-). Auch die selbsternannten „Little Five“ hatten unsere volle Aufmerksamkeit.

Die meisten Menschen werden übrigens nicht durch Krokodile oder Löwen verletzt oder gar getötet, sondern durch Hippos – Flusspferde! Die bis zu 3 Tonnen schwere Kolosse wirken recht harmlos, können aber erstaunlich schnell laufen und zögern bei Bedrohung ihrer selbst oder ihres Nachwuchses nicht auf Menschen loszustürmen. Deshalb nicht zwischen sie und ihr Gewässer geraten! In St. Lucia im iSimangaliso Wetland Park machen sie auch Ausflüge auf die Rasenflächen der Häuser. Schon beeindruckend, wenn so ein Dreitonner aus einer Hauseinfahrt kommt.

Ein Hippo – Eckzahn! Es ist herrlich, Tiere zu beobachten, die das Leben auch einfach nur genießen können.

Vollbad, Fango und Schlammbad, alles tut wohl gut.

Hippos im Whirlpool! Und dann ein Mittagsschläfchen :-).

Die größte Aufmerksamkeit lenken natürlich immer die Jungtiere auf sich. Wie süß, wie niedlich, wie tollpatschig…… Ist aber auch so.

Besonders die Vogel – und Insektenwelt glänzt mit unglaublichen Farben und Formen. Die Fotomotive nahmen kein Ende und jetzt fällt es schwer aus über 800 Fotos ein paar Highlights herauszupicken.

Hier wird man echt zum Heuschreckenfan! Zumal manche Exemplare zwischen 10-15 cm lang waren. Im Gegensatz zu den großen, bunten Schmetterlingen hielten sie schön still und der Fotograf konnte seine „ganze Klasse“ ausspielen :-).

Wir ersparen euch weitere Insektenbilder, aber ein paar Vögel müssen noch sein :-). Wer kennt sie schon oder hat sie je in freier Wildbahn fliegen sehen: den Senegalist, den Oryxweber, den Graulärmvogel mit Sturmfrisur, den südlichen Hornraben oder die Dominikanerwitwe – wir !!!!

So, jetzt aber genug von der Tierwelt. Es gibt natürlich auch Pflanzen 🙂 . Keine Angst nur Eine – die Nationalblume – die Königsprotea.

Wir haben auf unserer Rundreise 22 verschiedene Unterkünfte (Lodges/ Guest Houses) besucht. Von 3 bis 5 Sterne war alles dabei und manche Aussicht von der Terrasse oder Balkon war schlichtweg atemberaubend.

Oft hat man eigene kleine, reetgedeckte Häuschen und die“ Aufenthaltsräume“ sind oft im Kolonialstil gehalten. Wuchtige Sessel und Sofas mit Kamin, riesige Vasen und Bilder lassen die Gedanken beim Sundowner in vergangene Zeiten abschweifen.

Wobei die Buhala Game Lodge am Rand des Kruger National Parks eindeutig unsere Nummer 1 war. Hier der Pool mit Blick zum Krokodilfluss, zehn Meter weiter äsende Elefanten und das romantische Dinner – ein Traum!

Abnehmen kann man in Südafrika nicht, dafür ist das Essen einfach zu lecker. Das reichhaltige Frühstück umfaßt vom Müsli mit leckeren frischen Früchten des Landes bis hin zum typisch englischen „Ham and Eggs“ alles was das Herz begehrt. Fangfrischer Fisch “ Catch of the Day“ vom Grill , sehr gute Steaks sind oft Teil eines Dreigängemenüs im Rahmen des Dinners.

Diesen „Stumpnose“ – Fisch (750 gr.) gab es beim „Griechen“ für sage und schreibe 10,– €. Die südafrikanischen Austern gehören für Stefan zu den besten der Welt.

Zum Ausgleich kann man natürlich herrliche Wanderungen machen. Besonders laden dazu die schier unendlichen, einsamen Strände ein. Der Indische und der Atlantische Ozean sind sehr kalt, haben oft starke Strömungen und laden somit nicht zum baden ein.

Auch Südafrika hat natürlich seine dunklen Seiten. So ist die Geschichte geprägt von erbitterten Kriegen zwischen Engländern, Buren, Xhosa und Zulus. Viele ehemalige Schlachtfelder, Gedenkstätten und Museen zeugen von dieser Vergangenheit.

Auch mit dem Ende der Apartheid sind die Gegensätze zwischen Arm und Reich, schwarzer und weißer Bevölkerung allgegenwärtig. Nach dem Besuch einer „Township“ ist man neu geerdet, demütig und betroffen.

Südafrika hat leider auch ein Wasser – und Stromproblem. Die Stromerzeugungskrise dauert schon seit vielen Jahren an, das Land verbraucht in Spitzenbedarfszeiten mehr als es erzeugen kann und um dann den totalen „Black out“ zu vermeiden, wird dann stundenweise der Strom abgeschaltet. Riesige Solarparks sind geplant und an der stürmischen West Coast sollen Windparks entstehen. Das Land ist überwiegend trocken und nur da, wo genügend Niederschläge fallen und Wasser aus Staudämmen und Flüssen zur Verfügung steht und die Bodenqualität stimmt, ist intensive Landwirtschaft möglich. Frische Mangos und Ananas eröffneten uns vorort neue Geschmacksdimensionen. Zurück zu weiteren schönen Seiten Südafrikas. Die Küsten sind grandios. Entweder sind sie rau und abweisend oder sie laden zum Wassersport aller Art ein.

Natürlich gibt es auch Badende, das Wasser ist aber verdammt frisch, da nützen auch bonbonfarbene Badehäuschen nichts. (St. James auf der Kap-Halbinsel) Ein Foto, welches wohl jeder Südafrika-Reisende am südlichsten Punkt des Kontinents gemacht hat – Cape Agulhas. Das „Kap der Stürme“ mit entsprechend vielen Schiffswracks.

Kapstadt, die drittgrößte Stadt Südafrikas hat knapp vier Millionen Einwohner. Die Hälfte davon lebt in riesigen, primitiven Townships und fristen in den staubigen, elenden „Cape Flats“ ihr Dasein. Touristischer Highlight ist der 1086 Meter hohe Table Mountain. Der Besuch beschert einem eine grandiose Rundumsicht!

Die Anziehungskraft der „Mutterstadt Afrikas“ liegt aber auch in der multiethnischen Vielfalt. Kapstadt bewahrt den Charme der „guten“ alten Zeit und gilt jetzt in der Postapartheits-Ära als internationales urbanes Aushängeschild. Die Waterfront wurde 1990 umgestaltet und ist jetzt die „Herzkammer“ des touristischen Kapstadts.

Der Tafelberg ist häufig in Nebel gehüllt – er hat dann das „Tischtuch“ aufgelegt.

Das muslimisch geprägte Malaienviertel Bo-Kaap mit seinen buntgetünchten Flachdach-Häuschen.

Genauso bunt geht es natürlich auch auf den Märkten zu (hier der Greenmarket) und überall wird man mit traditioneller Livemusik verwöhnt:

Ein Ausflug von Kapstadt zum Kap der Guten Hoffnung ist ein Muss. Hier muss man zum Fotoshooting anstehen. Wenn zwei Reisebusse vor dir da sind, heißt es Geduld zeigen :-(.

Der Weinanbau am Kap geht auf holländische und französische Einwanderer zurück, hat lange Tradition und es werden heute hervorragende Weine produziert. In Franschhoek („Französische Ecke“), neben Stellenbosch eine Hochburg des Weines, konnten wir uns mit entsprechenden Verkostungen davon überzeugen :-).

Die Reise durch Südafrika hat uns wirklich sehr gefallen, viele neue Eindrücke und wir brauchen sicherlich noch einige Zeit um alles zu verarbeiten und „sacken“ zu lassen. Eines steht jedoch fest – wir werden nochmal wiederkommen!

Baskenland

Ein selbstbewusstes Volk, das vehement und nachdrücklich auf seine Unabhängigkeit pocht – so kennt man die Basken aus den Nachrichten. Weniger bekannt sind köstliche baskische Küche und die alten Traditionen in einer üppig grünen Landschaft mit bis an die Küste reichenden Gebirgszügen und interessanten Städten. Bilbao hat sich mittlerweise fein gemacht und sich von der grauen Industriestadt zur modernen Metropole mit gewagter Architektur und hochkarätiger Kunst gewandelt.Bilbao von oben                                                       Prunkstück ist das Guggenheim-Museum von Stararchitekt Frank Gehry.Guggenheim-Museum                            Guggenheim-Museum 2Guggenheim-Museum 3  Puppy  Dieser „Puppy“ hält Wache vor dem Museum. Befürchtungen, die faszinierende Architektur des futuristischen Baus könne seinen Inhalt in den Schatten stellen, sind leider gerechtfertigt!                                         Bilbao 1 Bilbao 2               Die Stadt entschädigt uns dafür mit großzügigen Prachtstraßen und einer quirligen Altstadt mit herrlichen Plazas.                                                          Plaza Nueva    Plaza Nueva                                         San Sebastian, baskisch Donostia genannt, schmiegt sich in die halbkreisförmige Strandbucht La Concha, „die Muschel“.           Bucht von Donostia-San-Sebastian Hier kann man die einsamen Strände Galiciens vermissen :-).einsamer Strand                            In der Welt der Gourmets gilt die Stadt als gastronomisches Mekka. San Sebastian ist die unangefochtene Hauptstadt der Tapas, die hier Pintxos ( „Pintschos“) genannt werden. Alljährlich stellen sich die hiesigen Bars einem Wettbewerb um den Titel des besten Produzenten der leckeren Häppchen.Pintxos 2Pintxos 1                                                             Dazu trinkt man hier den baskischen Weißwein Txakoli. In der Jury des Wettbewerbes zu sitzen, dass würde Stefan großen Spaß machen :-). Bewerbung läuft!                      Altstadt von San Sebastian                                                                                                Die Gassen der Altstadt sind brechend voll und es gibt viel zu sehen. Kunst im Straßenraum Kunst im Straßenraum.

So, nun endet unsere Wohnmobilreise durch Nordportugal und – spanien. Wir hoffen es hat euch wieder Spaß gemacht uns zu begleiten. Zurück geht es entlang der Atlantikküste Frankreichs und Ende August sind wir wieder in deutschen Gefilden. Hoffentlich ist es dann nicht mehr so heiß :-). Am 8.Januar 2019 fliegen wir für sechs Wochen nach Südafrika. Dort machen wir mit Freunden eine Rundreise mit einem gemieteten SUV und übernachten zur Abwechslung mal in Lodges und Hotels.               Ob es da wieder einen Reiseblog gibt ?  Laßt euch überraschen.

Kantabrien

Meer und Hochgebirge macht die reizvolle Kombination Kantabriens aus. Wir bleiben an der Küste und besuchen westlich von Santander das hübsche Städtchen Comillas und das Museumsstädtchen Santillana del Mar. Nur Comillas liegt davon direkt am Meer und hat einen schönen Badestrand.Hausstrand Comillas                                                             Die Innenstadt besitzt Atmosphäre und verführt zum Kaffee trinken und Eis essen.Altstadt Comillas 2Altstadt Comillas 1                     Die Sehenswürdigkeiten liegen unmittelbar in der Nähe des Altstadtkerns.ehemalige päpstliche Uni                                                            Hier die ehemalige päpstliche Universität Seminario Pontifica.                                 Einen katalanischen Kontrast in Kantabrien bildet der kleine Palast von Antoni Gaudi – „El Capricho“.El CaprichoEl Capricho 2Blumenmädelim Gaudispiegel     Mit vielen durchdachten Details macht es immer wieder Spaß Gaudis Bauwerke zu besichtigen – fotogen sind sie in jedem Fall.                                                              Santillana del Mar liegt überhaupt nicht am Meer, sondern einige Kilometer landeinwärts. So können Namenszusätze verwirren! Das mittelalterliche, im 5 Jh. gegründete Städchen steht komplett unter Denkmalschutz.Santillana del MarAltstadtgasse   Kloster Santillana del Mar   Pflastergassen, Fachwerk, wappengeschmückte Portale, Paläste und Kirchen mischen sich mit Souveniershops für Touristen, Galerien und jede Menge Restaurants.

Asturien

Die Landschaft Asturiens ist geprägt vom reizvollen Kontrast zwischen Meer und Gebirge. Höhepunkt in jeder Hinsicht sind die Picos de Europa im Grenzgebiet zu Kastilien-Leon und Kantabrien. Die „Hauptstadt“ der asturischen Picos de Europa ist :Cangas de Onis                                                        Bester Ausgangspunkt für Touren im  westlichen Massiv. Am Ortseingang überspannt eine charakteristische „römische“ Brücke den Rio Sella – die Puente Romano.Puente RomanoKopfstein Angenehmes feuchtes Kopfsteinpflaster!                                                                            1918 wurde die Region um Covadonga und den beiden Bergseen Lago Enol und Lago de la Ercina zum Nationalpark erklärt. Bei regnerischem Wetter hielt sich der sommerliche Andrang an Touristen und Pilgern zur Wallfahrtsstätte „Cueva Santa“ in Grenzen. Cueva Santa aus anderer Sichtweise    Die Grotte, auch „heilige Höhle“ genannt, aus zweierlei Perspektiven.Covadonga                                                            Über Covadonga thront die Wallfahrtskirche.                                                             Unser Schwerpunkt bildete aber eine Wanderung um die beiden Bergseen. Ein Shuttlebus bringt uns über eine zwölf Kilometer lange, schmale, kurvige und steile Straße zu den Gletscherseen, denn ab 8.30 Uhr ist die Strecke für den allgemeinen Verkehr gesperrt. Für große Wohnmobile wäre es, zugegeben, auch etwas streßig geworden. Picos de Europa                                          Gott sei Dank regnet es nicht mehr und die matschigen, leicht rutschigen Wanderwege trüben nicht unsere gute Wanderlaune.                  Wandersleut DurstlöscherUnterwegs gab es gute Durstlöscher :-).leichtes Terrain                                                          Noch lacht Ingeburg – der Wanderweg ging genau hinter ihr weiter.                                 Wir folgen weiter der Costa Verde “ der Grünen Küste“ Costa Verde                                                               bis zum Fischer- und Ferienstädchen Llanes. Reizvolle Altstadt und lebendiger Hafen.Altstadt LlanesHafen Llanes  Hausstrand Llanes Der städtische Badestrand!             Asturien und Kantabrien sind übrigens die einzigen spanischen Regionen, die keinen Wein produzieren. Hier hat man ein ganz eigenes Getränk: Apfelwein, Sidra, ist der Durstlöscher Asturiens. Getrunken wird er vornehmlich in den darauf spezialisierten Kneipen, siderias oder auch chigres genannt. Dort läßt sich auch die komplizierte Einschenkprozedur gut beobachten, bei der es gilt, die Flasche möglichst hoch über den Kopf und das Glas ganz tief zu halten, damit der Sidra schön schäumt. Mit dem Lokalverbot nach Stefans Versuch können wir leben :-).

La Coruna und die Rias Altas

La Coruna, die zweitgrößte Stadt Galiciens, hat ein überraschend elegantes Zentrum mit malerischer Altstadt und lebendigem Hafen.Hafenpromenade                                                            Sie wird auch „Stadt aus Glas“ genannt, weil die Häuserfronten im Sonnenschein blitzen und spiegeln. Grund dafür sind die sogenannten „galerias“ oder „miradores“ – verglaste Balkone zum Schutz gegen Wind und Regen.Galerias    Die Uferstraße ist als fußgänger- und radfahrerfreundliche Promenade ausgebaut und umrundet die gesamte Halbinsel.Hafentower Hafentower! Torre de HerculesHercules 2                                               Der „Torre de Hercules“ soll der älteste noch betriebene Leuchtturm der Welt sein. Das Innere der unteren Stockwerke stammt noch aus der Römerzeit ( 2. Jh.).                         Die Schiffsfeuerwehr scheint auch schon fast so alt zu sein :-).Feuerwehr                                                             The World                                                              Im Hafen lag das Kreuzfahrtschiff  „The World“. Im Gegensatz zu anderen Kreuzfahrtschiffen handelt es sich hier um das erste als Privatresidenz ausgestattete Seeschiff. Die Bewohner leben an Bord, während das Schiff die Weltmeere befährt. An Bord hat es 165 komfortable Appartments von 27 – 360 m2.  Der Kaufpreis einer 130 m2 – Wohnung beträgt zwischen 600.000 und 13,5 Millionen Dollar, die jährlichen Unterhaltskosten inklusive Verpflegung bis zu 300.000 Dollar. 2003 wurde das Schiff von seinen Bewohnern gekauft. Die Bewohner, 142 Familien, entscheiden über Route, Wahl des Treibstoffs oder die Farbe der Weihnachtsdekoration. Eine echte Alternative zum Pflegeheim!  Für Globetrotter, ein reizvolles Thema zum Gläschen Wein – wenn nur diese Unterhaltskosten nicht wären :-)!

Wir fahren weiter entlang der zerklüfteten Küste ( Rias Altas ) in Richtung Norden; touristisch wenig erschlossen und an den Stränden der Traumbuchten ist daher relativ wenig los.KüsteneindrückePraia As Catedrais Praia  As Catedrais      Trockendock Im Trockendock!                                  Wir lassen uns treiben, von einem Fischerörtchen zum nächsten, von einer Bucht mit Traumstrand zur anderen. Zwischendurch genießen wir die Früchte des Meeres und den hervorragenden galicischen Weißwein.Rinlo Restaurant „A Mirandilla“ in Rinlo